Umstrukturierung

Merck nennt konkrete Ziele seiner Umstrukturierung

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Merck Serono

Bei der Sparte Merck Serono liegen die Prioritäten auf der Erreichung der Ziele des Effizienzsteigerungsprogramms, der Steigerung der F&E-Produktivität, Stärkung der Pipeline durch eigene Forschung und frühe Einlizenzierung sowie Maximierung der Rendite aus dem gegenwärtigen Portfolio. Merck Serono wird sich noch stärker auf biologische Arzneimittel konzentrieren, Investitionen außerhalb Europas tätigen und die Präsenz in der Onkologie erweitern, wenn neue Produkte zugelassen werden.

Mit dem jüngst begonnenen Effizienzsteigerungsprogramm will Merck 2014 innerhalb von Merck Serono jährliche Nettoeinsparungen in Höhe von 300 Mio € erzielen. Hiervon sollen 180 Mio Euro in Commercial Operations eingespart werden und so die Aufwendungen für Marketing, Vertrieb und Verwaltung (SG&A) senken. Um dies zu erreichen, sollen die Kosten der Konzernzentrale gesenkt, Doppelfunktionen in der gesamten Sparte gestrichen, Verwaltung und Marketing verschlankt und gleichzeitig die Organisation globaler aufgestellt werden. Im Jahr 2011 lag der Anteil von Merck Serono an den konzernweiten SG&A-Aufwendungen bei 66%.

Die geplante Schließung des F&E-Kompetenzzentrums in Genf, das Senken infrastruktureller F&E-Kosten an anderen Standorten sowie das Streichen von Doppelfunktionen sollen bis 2014 zu weiteren Nettoeinsparungen von 120 Mio € führen. Im Jahr 2011 lag der Anteil von Merck Serono an den konzernweiten F&E-Aufwendungen bei 81%. In Zusammenhang mit dem Effizienzsteigerungsprogramm werden in den Geschäftsjahren 2012 bis 2014 für Merck Serono einmalige Gesamtkosten in Höhe von etwa 600 Mio € anfallen.

Diese Kosteneinsparungen werden die Profitabilität von Merck Serono verbessern. Die Umsatzerlöse von Merck Serono, die sich im Geschäftsjahr 2011 auf 5564 Millionen Euro beliefen, sollten 2014 eine Größenordnung von rund 5700 Millionen Euro bis 5900 Millionen Euro (+2% bis 6%) erreichen. Beim EBITDA vor Sondereinflüssen erwartet das Unternehmen eine Steigerung von 1.569 Mio € in 2011 auf einen Wert zwischen rund 1800 Millionen Euro und 1900 Millionen Euro (+15% bis 21%) in 2014.

Consumer Health

Bei der Sparte Consumer Health liegt der Schwerpunkt auf der Verbesserung ihrer Profitabilität in 2012 und 2013 und dem Erzielen eines branchenüblichen Wachstums. Außerdem wird die Sparte ihre Präsenz in Kernmärkten einschließlich Asien verstärken. Zu den Kosteneinsparungsmaßnahmen zählen das Senken der Personalkosten, weniger Werbeaktivitäten und der Rückzug aus unprofitablen Märkten. Die Umsatzerlöse von Consumer Health, die sich im Geschäftsjahr 2011 auf 494 Millionen Euro beliefen, sollten 2014 eine Größenordnung von rund 500 Millionen Euro bis 530 Millionen Euro (+1% bis 7%) erreichen. Beim EBITDA vor Sondereinflüssen erwartet das Unternehmen eine Steigerung von 59 Millionen Euro in 2011 auf einen Wert zwischen rund 75 Millionen Euro und 90 Millionen Euro (+27% bis 53%) in 2014.

Performance Materials

Die Sparte Performance Materials wird sich auf die Einführung neuer Flüssigkristallprodukte und die Verbesserung vorhandener Technologien konzentrieren. Weitere Schwerpunkte sind das Wachstum in neuen Geschäften wie den Leuchtdioden und reaktiven Mesogenen sowie operative Verbesserungen bei der Geschäftseinheit Pigments. Unter der Annahme negativer Nettopreis-Effekte und des Ausbleibens von wichtigen neuen Technologien dürften sich die Umsatzerlöse von Performance Materials von 1.465 Mio € in 2011 auf etwa 1.500 Mio € in 2014 erhöhen. Beim EBITDA vor Sondereinflüssen wird ein Ergebnis zwischen rund 620 Mio € und 680 Mio € (-9% bis 0%) in 2014 erwartet.

Merck Millipore

Die Sparte Merck Millipore wird weiterhin organische Umsatzzuwächse erzielen und zielgerichtete Zukäufe als Ergänzung zum organischen Wachstum tätigen. Die Sparte erwartet attraktive Zuwächse in Asien und kundenseitig ein höheres Produktionsvolumen bei biologischen Arzneimitteln. Als weiterer Schwerpunkt sollen sich die höheren Aufwendungen für F&E und SG&A in Erträgen niederschlagen. Bei den Umsatzerlösen von Merck Millipore erwartet das Unternehmen eine Steigerung von 2383 Millionen Euro in 2011 auf einen Wert von rund 2650 Millionen Euro bis 2750 Millionen Euro (+11% bis 15%) in 2014. Das EBITDA vor Sondereinflüssen dürfte sich von 561 Millionen Euro in 2011 auf einen Wert von rund 620 Millionen Euro bis 650 Millionen Euro (+11% bis 16%) erhöhen.

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