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Produktion von Hartschaumkomponente Mehr Energieeffizienz und Klimaschutz in der MDI-Produktion: Covestro weiht Pilotanlage ein

Redakteur: MA Alexander Stark

Das Spezialchemieunternehmen Covestro meldet einen Durchbruch bei der Produktion der Hartschaumkomponente MDI für die Dämmung von Gebäuden und Kühlgeräten. Am Standort Brunsbüttel wurde erfolgreich eine industrielle Pilotanlage auf Basis der neuartigen Adip-Technologie in Betrieb genommen.

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Meilenstein für mehr Ressourceneffizienz in Brunsbüttel: Pilot-Anlage zur Anwendung im industriellen Maßstab eingeweiht.
Meilenstein für mehr Ressourceneffizienz in Brunsbüttel: Pilot-Anlage zur Anwendung im industriellen Maßstab eingeweiht.
(Bild: Covestro)

Ludwigshafen – Die von Covestro entwickelte Adip-Technologie verheißt eine entscheidende Verbesserung der Energieeffizienz und ist für das Unternehmen ein wichtiger Meilenstein bei der Ausrichtung auf die Kreislaufwirtschaft. Am 16. November 2020 wurde die Anlage gemeinsam mit Jan Philipp Albrecht, Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein, im Rahmen einer virtuellen Zeremonie offiziell eingeweiht.

Der Konzern möchte die Kreislaufwirtschaft in allen Teilen des Unternehmens verankern und verfolgt langfristig das Ziel einer klimaneutralen Produktion. Technologische Innovationen insbesondere im Bereich der Prozesstechnik sind nach den Worten von CTO Dr. Klaus Schäfer eine wichtige Säule in der Strategie, um dieses Ziel zu erreichen. „AdiP ist eine Technologie, an deren Entwicklung wir intensiv standortübergreifend gearbeitet haben und die einmal mehr die Innovationsführerschaft von Covestro unterstreicht.“

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Die Abkürzung Adip steht für adiabat-isotherme Phosgenierung und bezeichnet das wesentliche Merkmal der von Covestro entwickelten Technologie: Die Reaktionsführung ist dem Unternehmen zufolge effizienter und erfordert keine externe Wärmezufuhr. Stattdessen wird bei der Reaktion entstehende Wärme genutzt.

Die neuartige Technologie benötigt deshalb signifikant weniger Energieeinsatz und trägt so zu einem geringeren CO2-Ausstoß bei der Produktion von MDI bei. Mithilfe der AdiP-Technologie können in einer MDI-Anlage bis zu 40 % Wasserdampf und 25 % Strom an Energieeinsatz pro Tonne produziertem MDI eingespart werden – der CO2-Ausstoß wird dadurch um bis zu 35 % verringert.

Ein weiterer Vorteil des Verfahrens: Die Produktionsleistung steigt im Vergleich zur aktuell genutzten Technologie um 50 %. Dadurch können zukünftige Produktionsanlagen für MDI auf Basis der Adip-Technologie kleiner als bisher dimensioniert werden.

Daniel Meyer, Leiter des Segments Polyurethanes bei Covestro zeigte sich zuversichtlich, dass die neue Technologie den Praxistest besteht und zu einem wichtigen Baustein für die Wachstumsstrategie bei MDI wird. Zugleich erwartet er durch Adip eine signifikante Verbesserung der Effizienz der Produktion. Die Pilotphase soll nach etwa einem Jahr abgeschlossen werden.

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