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DIHK-Konjunkturumfrage Mangel an Fachkräften ist Risiko Nummer Eins für deutsche Unternehmen

| Redakteur: MA Alexander Stark

Besorgt hat sich Achim Dercks, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), zu den jüngsten Erkenntnissen über den Fachkräftemangel in den Bereichen Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik (Mint) geäußert.

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Der Mangel an Fachkräften in Mint-Berufen könnte für die deutsche Wirtschaft zum Verhängnis werden.
Der Mangel an Fachkräften in Mint-Berufen könnte für die deutsche Wirtschaft zum Verhängnis werden.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Köln – Bereits in der DIHK-Konjunkturumfrage von Jahresbeginn rangierte das Fehlen qualifizierter Mitarbeiter auf Platz eins der von den Unternehmen wahrgenommenen aktuellen Geschäftsrisiken. Besonders groß ist die Lücke demnach in Berufen, die spezielles technisch-naturwissenschaftliches Wissen erfordern.

Genau in diesen Bereichen fehlen mit Stand April 311.300 Fachkräfte, das hat das Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Köln in seinem Mint-Frühjahrsreport 2019 ermittelt. Das bedeutet zwar einen leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr (314.800), ist aber immer noch die zweitgrößte Besetzungslücke seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 2011. Und: Während sich die Akademikerquoten im Mint-Bereich insgesamt positiv entwickeln, setzt sich der Rückgang bei den beruflich qualifizierten Mint-Fachkräften fort.

Für die Wirtschaft insgesamt ist das nach den Worten von Achim Dercks ein Alarmsignal. Denn die Betriebe in Deutschland bräuchten Mint-Fachkräfte und seien in der Lage, sie auch selbst praxisnah auszubilden. Auch würden sie in Zusammenarbeit mit den Industrie- und Handelskammern viel dafür tun, junge Menschen für eine Mint-Berufsausbildung zu gewinnen.

Ein wichtiger Faktor dabei sei nach Erfahrungen der IHK-Organisation die Phase der Berufsorientierung in den letzten Schuljahren, betont Dercks. Diese Orientierungsphase müsse gemeinsam weiter verbessert werden. Gerade Schülerinnen und Schüler an Gymnasien wüssten zu wenig über die vielfältigen Möglichkeiten des dualen Ausbildungssystems. Die Vermittlung von Informationen über die Gleichwertigkeit beruflicher und akademischer Bildung und zu den Einkommens- und Karriereperspektiven der beruflichen Bildungswege im Schulunterricht seien wichtig für eine fundierte Entscheidung der jungen Menschen, so der stellvertretende DIHK-Hauptgeschäftsführer. Um das Interesse an Mint-Themen zu erhöhen, bewähren sich laut Dercks Projekte in Kitas und Schulen.

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