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Praxisbeispiel Industriekraftwerk
Seine Vorzüge zeigt der Levelflex M FMP45 beispielsweise im Industriekraftwerk Rüdersdorf. Das Kraftwerk wurde 2009 in Betrieb genommen und befindet sich sieben Kilometer östlich von Berlin im Landkreis Märkisch-Oderland. Die Waste-to-Energy-Anlage wurde für die Verbrennung von Ersatzbrennstoffen (EBS) und zur Bereitstellung von Strom für das benachbarte Zementwerk entwickelt.
Die Anlage ist mit einem wassergekühlten Vorschubrost und einem vierzügigen Vertikalzugkessel ausgestattet und erzeugt Strom mithilfe einer Kondensationsturbine mit luftgekühltem Kondensator. Es gibt eine Dampferzeugung mit Zwischenüberhitzung, eine Rauchgasreinigung mit „Selektiver Nichtkatalytischer Reduktion“ (SNCR) sowie Sprühabsorber mit Drehzerstäuber.
Die zusätzliche Rauchgasreinigung erfolgt durch Eindüsung von Kalkhydrat und Herdofenkoks sowie einem Gewebefilter. Die Verbrennung findet bei Temperaturen bis 850 °C statt, die elektrische Kapazität des Kraftwerks beträgt 30 Megawatt (MW) sowie die Wärmekapazität 118 MW. Der Verbrauch der Anlage liegt im Durchschnitt bei 250 000 Tonnen EBS pro Jahr.
Zwei Ziele erreicht
Im Kraftwerk werden gleichzeitig zwei Ziele erreicht: eine umweltfreundliche und schadlose Entsorgung von anfallenden Abfällen bzw. der daraus hergestellten Brennstoffe und die hocheffiziente Produktion von Elektroenergie.
Das Kraftwerk stellt Strom für das Unternehmen Cemex OstZement bereit. Des Weiteren ist ein Anschluss zur Wärmeauskopplung an potenzielle Abnehmer aus der näheren Umgebung vorhanden. Durch den Einsatz moderner Technologie und Prozessführung hält die Anlage die strengen gesetzlichen Grenzwerte der 17. Bundesimmissions-schutzverordnung (Verordnung über die Verbrennung und die Mitverbrennung von Abfällen) ein.
Im Naturumlaufkessel des Wasser-Dampf-Kreislaufes des Industriekraftwerks Rüdersdorf werden insgesamt drei Levelflex M FMP45 als Niveauregelung in einer Zwei-aus-Drei-Auswahl (2oo3) eingesetzt. Verbaut sind sie in DN100-Schwallrohren, direkt im Kessel, wo sie unter extremen Prozessbedingungen (Prozesstemperatur 305 °C bei einem Druck von 87 bar) durch Verwendung einer Gasphasenkompensation genau und zuverlässig messen.
* Der Autor ist Produktmanager Füllstand, Endress+Hauser Messtechnik GmbH+Co. KG, Weil am Rhein.
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