Industrielle Transformation Klimaneutralität: Bayerisches Chemiedreieck setzt auf Wasserstoff

Redakteur: Alexander Stark

Im Forschungsvorhaben „Trans4In – Energietransformation im Chemiedreieck Bayern” entwickeln Unternehmen und Infrastrukturbetreiber des Chemiedreiecks Bayern gemeinsam mit der Forschungsgesellschaft für Energiewirtschaft (FFE) einen Fahrplan zur Erreichung der Klimaneutralität. Die im Rahmen des Leitprojektes Transhyde vom BMBF geförderte Studie ist der Startschuss zu einer breit angestrebten industriellen Transformation in der Region.

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Im Chemiedreieck rund um Burghausen haben sich Industrieunternehmen, Infrastrukturbetreiber und Forschungsinstitute zusammengeschlossen, um einen Weg hin zur Klimaneutralität für die Region zu entwerfen.
Im Chemiedreieck rund um Burghausen haben sich Industrieunternehmen, Infrastrukturbetreiber und Forschungsinstitute zusammengeschlossen, um einen Weg hin zur Klimaneutralität für die Region zu entwerfen.
(Bild: Achim Zeller/ Wacker)

Burghausen – Industrieunternehmen, Infrastrukturbetreiber und Forschungsinstitute im Chemiedreieck rund um Burghausen streben die Klimaneutralität ihrer Region an. Das Forschungsvorhaben Trans4In liefert sowohl die ersten wissenschaftlichen Grundlagen für die regionale Transformation als auch eine Plattform für den direkten Austausch der regionalen Akteure. Ziel ist es, einen zeitnahen Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die Praxis sicherzustellen und dabei von Erfahrungen aus der Praxis zu lernen.

„Ambitionierte Klimaschutzziele sind gesetzt. Jetzt gilt es, genau die Maßnahmen umzusetzen, die unsere Industriestandorte auch in Zukunft konkurrenzfähig halten“, sagt Serafin von Roon, Geschäftsführer der FFE. „In unserer Studie möchten wir unternehmensspezifische Sichtweisen aus der Industrie zusammenführen, Synergien finden und mit den Infrastrukturbetreibern Lösungen aufzeigen. Wissenschaft und Praxis gehen so gemeinsam an diese Herausforderung heran.“

Ausgangslage für die Studie sind die Entwicklung der Energiebedarfe und die konkreten Klimaschutzpläne der einzelnen Unternehmen für die kommende Dekade. Aufbauend auf den einzelnen Plänen wird ein regionales Gesamtbild entwickelt, das durch ergänzende Maßnahmen vervollständigt wird. Die daraus entstehenden Transformationspfade werden anschließend mit den beteiligten Stakeholdern diskutiert. Das Forschungsvorhaben verfolgt dabei nicht nur wissenschaftliche Ziele, wie Tobias Hübner, Projektleiter der Studie Trans4In, spezifiziert: „Wichtig ist es bei der industriellen Transformation hin zu mehr Klimaschutz, die Akteure aus Wirtschaft, Politik und der Region an einen Tisch zu bringen. Deshalb verfolgt die Regionalstudie keinen rein theoretischen, sondern einen stark praxisorientierten Ansatz.“ Ziel sei es dabei auch, das „Wir-Gefühl“ in der Region weiter zu stärken und die relevanten Akteure aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft ins Boot zu holen.

Projektpartner der Studie Trans4In sind die Industrieunternehmen Tyczka und Wacker Chemie sowie die Infrastrukturbetreiber Bayernets und Bayernwerk. Diese Partner bringen ihre fachliche und regionale Expertise in das Projekt ein und leisten damit einen wesentlichen Beitrag zum Gelingen der Studie. Ergebnisse und konkrete Handlungsoptionen sollen Ende 2022 veröffentlicht werden.

Trans4In ist Teil des Leitprojekts Transhyde des Bundesministeriums für Bildung und Forschung BMBF. Transhyde ist eines von drei Leitprojekten des BMBF, die zur Umsetzung der Nationalen Wasserstoffstrategie auf den Weg gebracht wurden. Das Projekt soll Hemmnisse aufzeigen sowie deren Lösungen für den Wasserstofftransport entwickeln..

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