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Getränkeindustrie

Kennzeichnung von Primärverpackungen in der Getränkeindustrie

| Autor / Redakteur: Selma Kürten-Kreibohm / Sabine Mühlenkamp

Bis zu 80.000 Papieretiketten pro Stunde kann der „e-SolarMark HD“ je nach Anwendung und Zeichenzahl lasern.
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Bis zu 80.000 Papieretiketten pro Stunde kann der „e-SolarMark HD“ je nach Anwendung und Zeichenzahl lasern. (Bilder: Bluhm Systeme)

Laserbeschrifter haben in der Getränkeindustrie mittlerweile einen festen Platz eingenommen – schließlich bieten sie gegenüber anderen Kennzeichnungstechnologien etliche Vorteile im Hinblick auf Kosten, Markiergeschwindigkeit und -beständigkeit.

Typisches Einsatzgebiet für Laser in der Getränkeindustrie ist die Beschriftung von Papieretiketten, aber auch Abfüllverpackungen, Metallverschlüsse, Korken und Halsmanschetten lassen sich damit kennzeichnen. Ebenso gibt es spezielle Laser für sehr dünne Getränkesleeves oder PET-Flaschen. Lasersys-teme können stehende wie auch bewegte Produkte beschriften. Je nach Material und Laservariante wird entweder eine Schicht abgetragen oder ein Farbumschlag erzeugt. In der Anschaffung zwar etwas teurer, sind Laser im Vergleich zu anderen Kennzeichnungstechnologien besonders günstig im Unterhalt, da sie weder Tinte, Solvent noch Farbbänder benötigen. Darüber hinaus sind sie auch noch wartungsfrei.

Bis zu 80.000 Papieretiketten pro Stunde kennzeichnen

Vielseitig im Getränkebereich einsetzbar, beispielsweise für die Codierung von Abfüllverpackungen oder auch Etiketten sind die CO2-Vektor-Laser der Serie E-Solar Mark von Bluhm Systeme. Die Erzquell Brauerei in Wiehl nutzt diesen, um auf Papieretiketten das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) und verschlüsselt Abfüllstraße und Uhrzeit der Abfüllung aufzubringen. Während des Schreibvorganges trägt der Laser die grüne Farbe auf den Zunft-Kölsch-Etiketten ab. Die so entstandene weiße Kennzeichnung hebt sich deutlich vom grünen Untergrund ab und ist randscharf. Jens Hofmann, Prokurist und Betriebsleiter bei Erzquell berichtet: „Früher haben wir für die Haltbarkeitskennzeichnung einen Maskenlaser eingesetzt. Als wir jedoch auf jeder Flasche neben dem MHD und der Abfüllstraße auch noch die Uhrzeit der Abfüllung mit verschlüsseln wollten, mussten wir uns nach einer neuen, flexibleren Lösung umschauen“. Denn Maskenlaser sind für das Aufbringen von variablen Kennzeichnungsinhalten mit Informationen, die im Sekundentakt wechseln, weniger geeignet. Der jetzt eingesetzte Vektorlaser ermöglicht die heutzutage geforderte flexible Kennzeichnung mit der Möglichkeit der lückenlosen Rückverfolgung.

Bei Erzquell ist ein kompakter E-Solar Mark HD im Einsatz; HD steht für Heavy Duty. Der Laser ist für Hochgeschwindigkeitsbeschriftungen unter härtesten Bedingungen gemacht. Je nach Anwendung und Zeichenzahl markiert der Vektor-Laser bis zu 80.000 Flaschen pro Stunde.

Genau diesen Laser setzt auch eine Wein- und Sektkellerei ein, um ihre Bag-in-Box-Verpackungen u.a. mit dem Alkoholgehalt und einer fortlaufenden Nummerierung zu versehen. Ursprünglich wurden die Informationen hier per Tintenstrahldruck aufgebracht. Doch stellte sich bald heraus, dass auch die beste Tinte auf den Kartons nach gewisser Zeit verblasst bzw. von der Oberfläche abgerieben wird. Genau hier kommt ein wesentlicher Vorteil der Lasertechnik zum Tragen: Die Markierung ist permanent und kann beispielsweise selbst durch Kondenswasser nicht abgewischt werden.

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