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Aber der Laser lässt sich auch noch in weiteren Bereichen der Getränkeindustrie einsetzen. Ein Hersteller von Mineralwasserprodukten beschriftet mit diesem Laser z.B. OPP-Rundum-Etiketten. Bei diesem Material wird die Oberfläche des Produktes thermisch verändert, indem ein Bruchteil der Oberfläche weggebrannt wird. Die dazu nötige Hitzeenergie muss dafür eine gewisse Zeit auf das Produkt einwirken. Je kürzer die „Einwirkzeit“, desto höher muss die Leistung des Lasers sein. Ist eine Produktoberfläche dabei stark reflektierend, wie hier z.B. die OPP-Folie, so muss diese Abstimmung von Zeit und Leistung besonders exakt ermittelt werden. Für eine noch kontrastreichere und schnellere Codierung hat der Mineralwasserhersteller das Laser-Markierfeld auf dem OPP-Rundum-Etikett zusätzlich mit einem besonderen schwarzen Lack versehen.
Besondere Aufgaben, besondere Laser
Wenn es darum geht, anspruchsvolle Materialien wie blanke Metalle, Kunststoff oder Plastikfolien zu kennzeichnen, sind Faserlaser die Lösung. Sie arbeiten im Vergleich zu den eben genannten CO2-Lasern mit einer anderen Wellenlänge und sind mit einer Lebensdauer von über 100.000 Betriebsstunden besonders rentabel. Speziell für die Beschriftung ganz dünner, empfindlicher Getränke-Sleeves, bei denen die Gefahr des Durchbrennens besteht, wurde der Faserlaser E-Solar Mark CFL entwickelt.
Eine besondere Lösung bietet Bluhm mit einer Sondercodiereinheit in Kombination mit einem Faserlaser E-Solar Mark FL. Damit haben Hersteller von Getränkeverschlüssen die Möglichkeit auf oder in Kronkorken, Metall- und Kunststoffschraubverschlüsse oder auf Siegelfolien interne Kennzeichnungen, Gewinnspielcodes, Zusatzinformationen usw. aufzubringen. Je nach Anwendung können bis zu 150.000 Kornkorken pro Stunde so mit wechselnden Inhalten gekennzeichnet werden.
Keine Zerstörung beim Material
Eine Herausforderung stellen PET-Materialien dar. Denn der Laser darf nicht die Oberfläche perforieren, gleichzeitig sollte aber die Kennzeichnung gut lesbar sein. Hierfür gibt es einen speziellen PET-Laser. Er markiert PET-Flaschen sauber und hinterlässt eine gut weißlich sichtbare Kennzeichnung – ohne das Material zu zerstören. Der PET-Laser ist ein CO2-Laser, der mit einer Wellenlänge von 9,4 m arbeitet. Sie sorgt für einen Weißbruch auf dem sonst transparenten PET-Material, wodurch auch bei durchsichtigen Flüssigkeiten ein guter Kontrast entsteht und Kennzeichnungen deutlich lesbar sind. Die Entwicklung der Bluhm Systeme-Schriftfonds verhindert ungewolltes Vectorkreuzen und damit eine Perforation bzw. Durchschüsse der PET-Verpackung.
* Die Autorin ist Mitarbeiterin der Bluhm Systeme GmbH, Rheinbreitbach. E-Mail-Kontakt: skreibohm@bluhmsysteme.com
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