Vor-Ort-Kalibrierung Kalibrierung reduziert Aufwand und erhöht Anlagenverfügbarkeit

Autor / Redakteur: Patrick Scholl / Wolfgang Ernhofer

Durch Vor-Ort-Kalibrierungen können Betreiber die Anlagenverfügbarkeit erhöhen. Zusätzlich sparen sie bares Geld, das sonst für Umbau und Versand fällig wäre. Am Beispiel eines Pumpenherstellers werden im folgenden Artikel die Vorteile dieser Kalibriermethode erklärt.

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Eine schnelle Umrüstung und Wiederinbetriebnahme ist bei der Vor-Ort-Kalibrierung möglich.
Eine schnelle Umrüstung und Wiederinbetriebnahme ist bei der Vor-Ort-Kalibrierung möglich.
(Bild: E+H)

„Es geht keine Pumpe aus dem Haus, welche nicht geprüft wurde“, erläutert Bernhard Schnitzler, zuständig für die operative Qualitätssicherung bei Sero Pump Systems. „Wenn ich nach Hause gehe, habe ich durch hundertprozentige Prüfung ein gutes Gefühl und kann, ruhig schlafen. Ich weiß genau, in welchem Toleranzbereich sich die Pumpen befinden, welche Leistungsfähigkeit in Ihnen steckt und dass jede Einzelne den hohen Qualitätsansprüchen unseres Unternehmens entspricht.“

Zuverlässigkeit und Qualität spielen beim Unternehmen eine große Rolle. So wurde das Unternehmen bereits 1994 durch die DQS in Frankfurt gemäß Iso 9000 zertifiziert. Dabei wird der Qualitätssicherungsprozess nicht zum Selbstzweck angesehen, sondern zur Nutzung der Ergebnisse für eine permanente Weiterentwicklung von Seitenkanalpumpen.

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„Jede Pumpe ist eine Einzelanfertigung – alle Produktionsmitarbeiter sind Selbstprüfer und damit für den Erfolg der Produkte zuständig“, bekräftigt Schnitzler. „Prüfungen der Einzelteile fangen in einem frühen Stadium des Prozesses an. Spätestens am Prüfstand würden Abweichungen dennoch auffallen. Auch daraus ziehen wir Rückschlüsse, die in neue Entwicklungen einfließen.“ Nicht zuletzt fördert die Novellierung der Abnahmeregel Iso 9906, welche aus Herstellersicht die Toleranzen für Volumenstrom, Förderhöhe und Wirkungsgrad garantiert und die Grundlage für die Leistungen im Kaufvertrag bildet, die Verbesserung der Qualität. Der Standard Iso 9906:2013 schreibt eine regelmäßige Kalibrierung vor, im Falle des Pumpenherstellers eine jährliche Kalibrierung der Durchflussmessgeräte.

Ziel: Aufwände senken und Anlagenverfügbarkeit verbessern

Die Kalibriermaßnahmen bedeuten einen zwingend notwendigen Aufwandsposten, dessen Höhe und Verbesserungspotenzial im Jahr 2013 einer umfänglichen Überprüfung unterzogen wurde. Als Folge muss das Unternehmen künftig im jährlichen Turnus die Feldmessgeräte für Durchfluss, Druck und Temperatur am Prüfstand ausbauen und für eine Laborkalibrierung dem Hersteller als akkreditiertes Kalibrierunternehmen zusenden. Das bedeutet Aufwände in Bezug auf die Abstimmung mit externen Elektroinstallationsunternehmen und Kosten für Ein- und Ausbau sowie Versand. Zudem ist die Anlagenverfügbarkeit an mehreren Tagen nicht gesichert.

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