Kalibrieren Kalibrieranlage garantiert hohe Genauigkeit für sichere und wirtschaftliche Prozesse

Autor / Redakteur: Anke Geipel-Kern / Anke Geipel-Kern

Neben dem richtigen Messgerät für jede Applikation liefert Endress+Hauser als Komplettanbieter für Mess- und Regeltechnik auch die passenden Dienstleistungen und Software-Werkzeuge. Pharmakunden profitieren von einem Paket aus präzisen und robusten Coriolis-Massedurchfluss-Messgeräten, einem Vor-Ort-Kalibrierservice und ausgefeilten Verifikations- sowie Kalibriermanagement-Tools.

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Endress+Hauser ist nach eigener Aussage der einzige Anbieter, der mit einem globalen Kalibrierkonzept aufwarten und so an allen Produktionsstandorten den identischen Nachweis der Genauigkeit erbringen kann.
Endress+Hauser ist nach eigener Aussage der einzige Anbieter, der mit einem globalen Kalibrierkonzept aufwarten und so an allen Produktionsstandorten den identischen Nachweis der Genauigkeit erbringen kann.
( Bild: Endress+Hauser )

Seit letztem Jahr steht bei Endress+Hauser Flowtec in Reinach (Schweiz) eine Guinessbuch-verdächtige Anlage: Die genaueste Produktions-Kalibrieranlage der Welt, entwickelt in enger Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Metrologie in der Schweiz (METAS). „Insbesondere bei der Kalibrierung unser hochgenauen Coriolis-Massedurchfluss-Messgeräte der Promass-Familie, setzt die Anlage Maßstäbe“, sagt Udo Bosch, Produktmanager Durchfluss bei Endress+Hauser in Weil am Rhein. Die akkreditierte Messunsicherheit der „Neuen Anlage“ beträgt gerade einmal ±0,015 Prozent. Dadurch wird der lückenlose Nachweis einer rückführbaren Genauigkeit von ±0,05 Prozent beim Prozessinstrument ermöglicht. Und das für alle gängigen Nennweiten bis DN 250.

Vor allem die Pharmakunden profitieren von dem neuen Vorort-Service, denn die E+H-Spezialisten sind in der Lage, die Erstkalibrierung aller Geräte einer neuen Anlage in kürzester Zeit durchzuführen. Da die lückenlose Rückführbarkeit aller Prüfmittel auf nationale Standards in der pharmazeutischen Industrie Pflicht ist, sind alle Produktionskalibrieranlagen nach ISO/IEC 17025 akkreditiert. Denn nur Kalibrierungen auf akkreditierten Kalibrieranlagen sind lückenlos und vollständig rückführbar. Das spart Geld und senkt auch den Dokumentationsaufwand, der in der Pharmaindustrie ohnehin extrem hoch ist.

Hinzukommt, dass jede Reduzierung der Messungenauigkeit um eine Nachkommastelle bei Dosierung, Abfüllung oder Mischung teurer Rohstoffe oder Arzneimittel die Kosten beträchtlich senkt. „Für Unternehmen, die hochwirksame Stoffe mit einem Marktwert von mehreren Millionen US-Dollar pro Kilogramm, produzieren, kann sich unser Service schnell bezahlt machen“, präzisiert Bosch. Eine hohe Genauigkeit hilft aber auch, die Mindestwirkstoffkonzentration in flüssigen Darrreichungsformen sicherzustellen.

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Durchflussmessung und mehr

Bereits erprobt und bei vielen Pharmaunternehmen im Einsatz ist der Promass P. Wie alle Coriolis-Massedurchflussmesser ist das Messsystem weitestgehend unabhängig gegenüber Änderungen der physikalischen Eigenschaften des gemessenen Mediums, wartungsarm und messgenau. Neben dem Massedurchfluss kann das Gerät mit Dichte und Temperatur noch weitere qualitätskritische Prozessvariable kontinuierlich erfassen. Davon abgeleitet, erfasst es zusätzlich den Volumenfluss oder Konzentrationen zur Steuerung und Überwachung der Produktqualität, wodurch auch PAT-Anwendungen möglich werden. Bereits heute erfüllt das Messgerät die strengen Richtlinien des zukünftigen Standards ASME BPE 2007. So weist die neue Gerätegeneration einen niedrigen Delta-Ferrit-Gehalt und eine geringe Oberflächenrauhigkeit auf. Die Messrohre sind selbst bei nahezu waagerechter Montage selbstentleerend und ermöglichen eine sichere Reinigung. Sämtliche für Pharmaprozesse relevanten Prozessanschlüsse sind im Standard verfügbar. Dank der kompakten Bauweise passen die Geräte in jede Rohrleitung.

Ein weiterer Pluspunkt ist die produktschonende Förderung, denn in Einrohrsystemen treten keine weiteren Scherkräfte auf. Und noch etwas kommt hinzu: Der Druckverlust fällt deutlich geringer aus, als bei einem vergleichbaren Zweirohrsystem, sodass das Einrohrsystem die gleiche Performance wie Zweirohrtechnologien besitzt.

Damit ist für den Produktmanager das Vorurteil wiederlegt, dass Einrohrsysteme weniger stabil seien. „Robuste Messtechnik heißt gleichbleibende Qualität“, erklärt Bosch. Das sei für E+H ein zentraler Punkt nicht nur bei der Geräteentwicklung sondern auch während der Produktion, denn schon hier müssten die Messgeräte zeigen, was sie können. Bevor ein Gerät das Haus verlässt, wird es nämlich auf akkreditierten Kalibrieranlagen geprüft und justiert.

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