10. PROCESS-Pumpenforum (23./24.10.2012 in Würzburg) Interview: Warum sich ein Besuch des PROCESS-Pumpenforums lohnt

Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Auch beim kommenden Pumpenforum von PROCESS am 23./24. Oktober 2012 in Würzburg führt Dr.-Ing. Friedrich-Wilhelm Hennecke, langjähriger Leiter des Pumpenzentrums der BASF, als überaus kenntnisreicher Moderator durch die beiden Veranstaltungstage. Warum sich ein Besuch lohnt, zeigt sein Resümee der Erfahrungen aus bisher neun erfolgreichen Veranstaltungen.

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Ein Mann der Praxis: Gemeinsam mit den Referenten, aber auch unter aktiver Beteiligung der Teilnehmer selbst, versucht Pumpenexperte Hennecke Fragen aus dem Teilnehmerkreis zu beantworten. In den vergangenen Jahren wurde auf diese Weise nahezu immer eine befriedigende Lösung gefunden.
Ein Mann der Praxis: Gemeinsam mit den Referenten, aber auch unter aktiver Beteiligung der Teilnehmer selbst, versucht Pumpenexperte Hennecke Fragen aus dem Teilnehmerkreis zu beantworten. In den vergangenen Jahren wurde auf diese Weise nahezu immer eine befriedigende Lösung gefunden.
(Bild: PROCESS)

PROCESS: Herr Dr. Hennecke, Sie moderieren jetzt bereits zum 10. Mal das Pumpenforum von PROCESS. Was unterscheidet dieses Forum von anderen Veranstaltungen dieser Art?

Hennecke: Vor allem sind wir keine Werbeveranstaltung für eine bestimmte Firma. Und im Mittelpunkt steht nicht die Frage, „Was kann ich mit einer bestimmten Pumpe fördern?“, sondern: „Mit welchem Pumpentyp und mit welcher Abdichtung kann ich meine Förderaufgabe lösen?“ Das macht einen bedeutenden Unterschied aus: Die erste Frage beantwortet jeder Hersteller gern. Der zweite Ansatz hingegen erfordert ein breites Know-how über die gesamte Pumpentechnik hinweg. Wir sind damit bedeutend anspruchsvoller als vergleichbare Veranstaltungen – und bieten den Teilnehmern einen erheblich größeren Nutzen.

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PROCESS: Haben Sie Rückmeldungen von Teilnehmern zu diesem doch etwas anderen Konzept?

Hennecke: Bei der Bewertung unsere Seminare durch die Teilnehmer kommt dieses Konzept sehr gut an. Interessanterweise auch bei den Referenten!

PROCESS: Nach welchen Kriterien wählen Sie die Referenten des Seminars aus?

Hennecke: Wir bevorzugen natürlich Referenten, die sich schon einen guten Ruf erworben haben. Und wenn wir den Referenten persönlich nicht kennen, fragen wir bei den marktführenden Anbietern an. Damit ist normalerweise eine gewisse Qualität des Vortrags sicher gestellt.

PROCESS: Wie stellen Sie sicher, dass kein Referent die Veranstaltung für die eigene Unternehmenswerbung missbraucht?

Hennecke: Wir bitten die Referenten ausdrücklich, nicht in erster Linie ihre Firma zu vertreten, sondern als Repräsentant einer bestimmten Pumpenbauart aufzutreten. Das bedeutet konkret, dass sie auch Einsatzgrenzen aufzeigen sollen. Es sind immer ausgewiesene Praktiker unter den Teilnehmern, die ein waches Ohr für objektive Aussagen haben. Und wenn es dennoch passiert, dass ein Referent dick aufgetragen Werbung für sein Unternehmen macht – da halte ich als Moderator gegen.

PROCESS: Beim diesjährigen Pumpenforum steht wieder das „Fördern von feststoffhaltigen Flüssigkeiten“ thematisch im Mittelpunkt – warum sind denn gerade Feststoffe im Zusammenhang mit Pumpen in der Prozessindustrie so wichtig?

Hennecke: Natürlich werden auch in der Prozessindustrie „einfache“ Medien wie Wasser, Öle oder andere definierte und unkritische Stoffe gefördert. Und selbst reine Säuren bzw. Laugen sind letztlich unproblematisch, man wählt dann beispielsweise eine entsprechend ausgekleidete Pumpe. Uns interessieren aber eher die „schwierigen“ Medien – und dazu zählen eben auch feststoffhaltige Fluide, Mehrstoffgemische mit zum Teil veränderlicher Zusammensetzung und variablen Eigenschaften, hochviskose Suspensionen oder Medien mit besonderen Fließeigenschaften – beispielsweise Dispersionen, Polymerschmelzen usw. Je komplexer das Medium, desto schwieriger ist die korrekte Auswahl und Auslegung der Pumpe.

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