10. PROCESS-Pumpenforum (23./24.10.2012 in Würzburg)

Interview: Warum sich ein Besuch des PROCESS-Pumpenforums lohnt

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PROCESS: Welche Themen werden im Einzelnen angesprochen?

Hennecke: Wir starten mit dem Thema Auswahl der Pumpe nach dem Fördermedium, diskutieren Vorteile und Einsatzgrenzen von Kreiselpumpen und befassen uns mit Auswahlkriterien für Wellenabdichtungen. Ein Vortrag behandelt die Ursachen und die Aufklärung vorzeitiger Pumpenschäden. Zum Thema gehören natürlich auch die Möglichkeiten der modernen Antriebstechnik. Wir präsentieren die üblichen Pumpenbauarten und befassen uns zudem mit der Rohrleitungs- und Molchtechnik im Pumpensystem. Auch die Druckmessung in Flüssigkeiten mit abrasiven Feststoffen sowie die Viskositätsmessung von zähen Medien werden behandelt. Zum Abschluss wird aufgezeigt, wie eine Systemanalyse den nachhaltigen Betrieb von Pumpen und Armaturen sichert. Im Übrigen wollen wir nicht nur die großen Pumpen, nicht allein die „Aushängeschilder“ der Hersteller thematisieren, sondern vor allem die kleineren Alltagspumpen ins Auge fassen.

PROCESS: Sie betonen den Praxisbezug der Veranstaltung. Haben Sie Beispiele dafür, wie ein von Teilnehmern vorgetragenes Praxisproblem konkret gelöst wurde?

Hennecke: Die gemeinsame Schlussrunde ist jedes Mal ein Highlight. Die Fragen aus dem Teilnehmerkreis werden von allen Referenten behandelt, deshalb kommt immer eine sehr differenzierte Diskussion in Gang. Unsere bisherige Erfahrung ist, dass die Repräsentanten der verschiedenen Pumpensysteme sich erkennbar um Objektivität bemühen. Sie fragen nach Beispielen: Eine Kreiselpumpe mit doppelter Gleitringdichtung führt wegen bestimmter Polymerteilchen im Medium zu Dichtungsproblemen. Der Rat an diesen Betreiber lautete, eine magnetgekuppelte Pumpe mit größerem Spalt bzw. mit externer Spülung zu testen. Ein anderer Betreiber, der Amine mit Kupfer- und Nickelpulver zu fördern hat, wollte nach der Diskussion seines Falles eine DiamondFaces-Gleitringdichtung ausprobieren. Ein weiterer Teilnehmer, der in einer Brauerei Maische, Treber und Würze fördert und dafür Exzenterschneckenpumpen und Kreiselpumpen einsetzt, konnte sich nach der Besprechung seines Falles durchaus auch den Einsatz einer Ringkolbenpumpe vorstellen. Das gilt auch für den Teilnehmer, der bei der Raffination von Aromaten bisher überwiegend Kreiselpumpen einsetzte. Einige Zuhörer, die massive Probleme mit Gleitringdichtungen haben, wollen in Zukunft auch einmal eine Schlauchpumpe testen.

PROCESS: Zusammen mit dem parallel angebotenen Schüttgut-Forum haben Hersteller und Dienstleister die Möglichkeit, sich als Sponsor und Aussteller zu präsentieren. Nach Ihrer Beobachtung: Nehmen die Teilnehmer dieses Angebot an?

Hennecke: Wir haben das mittlerweile so organisiert, dass die Pausen praktisch innerhalb dieser kleinen Ausstellung stattfinden. Darüber hinaus hat jeder Aussteller Gelegenheit, in einem etwa zehnminütigen Statement sein Unternehmen und dessen Angebot vorzustellen. Mehrere Aussteller haben mir bestätigt, dass sie im Anschluss daran hochinteressante Gespräche mit Teilnehmern hatten.

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