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Schüttgüter und Feststoffe – eine staubige Angelegenheit
Schüttgüter und Feststoffe sind permanent in Bewegung – egal ob beim Befüllen, Entleeren oder bei Förderprozessen. Die Staubentwicklung ist auf dem gesamten Firmengelände zwar spürbar, jedoch in geschlossenen Behältern und Silos äußerst gefährlich für Zündungen.
Im Staub-Ex-Bereich ist für Füllstandmelder die Zündschutzart „Gehäuse (t)“ wohl die wichtigste. Sie basiert darauf, dass kein zündfähiger Staub in das Innere der Geräte eindringen und dadurch eine Explosion auslösen könnte (eine mögliche Zündquelle im Gehäuseinneren sind z.B. ungeschützte Netzstromkreise, die im Fehlerfall übermäßige Erhitzung oder zündfähigen Funken erzeugen könnten).
Die gesamte Gerätekonstruktion ist deswegen sehr schlagresistent auszuführen, was insbesondere für Kunststoffe eine hohe Herausforderung darstellt. Gegenüber früher geltenden Normen sind in der IEC 60079-0 schärfere Anforderungen eingeflossen. Dies betrifft z.B. Kunststoffgehäuse, die in Zone 22 eingebaut werden, sowie die Alterungsprüfung von Dichtungen. Diese Prüfungen müssen von den Prüflingen erfolgreich gemeistert werden.
Alle Geräte der UWT-Serien für Drehflügelmelder Rotonivo und Schwinggabelsensoren Vibranivo erfüllen diese hohen Anforderungen. Sie sind somit in den Staub-Ex Zonen 20/21 einsetzbar.
„Gas geben“ bei der Anlagensicherheit
Für den Einsatz in Gas-Ex-Bereichen oder kombinierten Staub- und Gas-Ex-Bereichen (z.B. für ausgasende Schüttgüter) müssen die Geräte neben einer Zündschutzart für Staub auch mindestens eine weitere für Gas erfüllen.
Eine Möglichkeit ist die Ausführung in Zündschutzart „Eigensicherheit (i)“, bei der alle Stromkreise energiebegrenzt sind und somit keine Zündung verursachen können. In diesem Fall wird bereits die Versorgungs- und Signalleitung eigensicher in den Ex-Bereich geführt wird. Dies ermöglicht sogar den Einsatz in Gas-Ex-Zone 0, auch kombiniert mit den Staub-Ex-Zonen 20 oder 20/21.
Eine andere Möglichkeit ist die Ergänzung mit der Zündschutzart „Druckfeste Kapselung (d)“, bei der sich eine im Gehäuseinneren ausgelöste Gasexplosion nicht nach außen fortsetzen kann. In diesem Fall muss die bauseitige Verkabelung nicht eigensicher sein und kann entweder über druckfeste Kabelverschraubung direkt in das druckfeste Gehäuse eingeführt werden, oder bequem über Standardkabelverschraubungen in einen Klemmkasten der Zündschutzart „Erhöhte Sicherheit (e)“.
Beide Varianten sind in den Serien Rotonivo und Vibranivo verfügbar und decken somit die Gas-Ex-Zone 1, auch kombiniert mit den Staub-Ex-Zonen 20/21, ab.
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