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Betriebsgeheimnisse an China verkauft?

Industriespionage: BASF-Mitarbeiter in Taiwan verhaftet

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Verdächtige Mitarbeiter und ehemalige Angestellte der BASF wurden in Taiwan verhaftet, ihnen wird Industriespionage vorgeworfen.
Verdächtige Mitarbeiter und ehemalige Angestellte der BASF wurden in Taiwan verhaftet, ihnen wird Industriespionage vorgeworfen. (Bild: gemeinfrei / CC0)

In Taiwan ermitteln die Behörden gegen sechs Personen, die bei der BASF beschäftigt sind, oder waren. Ihnen wird Datenklau und Weitergabe von Geschäftsgeheimnissen an einen chinesischen Wettbewerber vorgeworfen.

Würzburg – Nachdem Lanxess bereits betroffen war, erwischt es jetzt offensichtlich ein weiteres Deutsches Chemieunternehmen: Bei der BASF in Taiwan gibt es den Verdacht der Betriebsspionage gegen einen Mitarbeiter und fünf ehemalige Angestellte. Laut übereinstimmenden Medienberichten von AFP und Reuters habe die Gruppe versucht sensible Betriebsgeheimnisse an den chinesischen Konkurrenten Jiangyin Jianghua Microelectronics Materials in der chinesischen Provinz Jiangsu zu verkaufen. Dafür haben die Personen offenbar bereits 1,3 Millionen Dollar erhalten.

Die Polizei hat fünf Verdächtige festgenommen und einen sechsten gegen Kaution auf freien Fuß gesetzt, so die Nachrichtenagentur Reuters. Einer der Verdächtigen sei ein ranghoher Manager, der sensible Informationen zu Produkten, Technologien und Fertigungsprozessen weitergegeben habe. Offenbar sei die Gruppe aber entdeckt worden, bevor die sensibelsten Daten weitergegeben werden konnten, berichtet die Nachrichtenagentur AFP. Es wird wegen mutmaßlicher Verletzung geistigen Eigentums ermittelt.

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