Potsdam (dpa/bb) *17:30 Uhr – Task Force zur Ölraffinerie PCK tagt – Neuausrichtung geplant
Bund und Land wollen eine Neuausrichtung am Standort der Ölraffinerie PCK in Schwedt voranbringen. Dabei geht es auch um alternative Treibstoffe wie Wasserstoff. Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) berief eine Task Force der Landesregierung zur PCK-Raffinerie ein. Die Gruppe tagt erstmals an diesem Donnerstag. Am Nachmittag (15.30 Uhr) nehmen Woidke, Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) und der Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium, Michael Kellner (Grüne), zu den Ergebnissen Stellung. Auch der Sprecher der PCK-Geschäftsführung, Ralf Schairer, soll an dem Treffen teilnehmen.
Deutschland hat sich im Zuge des Ölembargos gegen Russland auf EU-Ebene verpflichtet, ab 2023 auf russisches Pipeline-Öl zu verzichten. Vor allem für die PCK-Raffinerie mit rund 1200 Beschäftigten ist das ein Problem. Die Bundesregierung präsentierte am 16. September ein Konzept, um den Standort zu sichern. Der Bund übernahm die Kontrolle über die deutschen Töchter des russischen Staatskonzerns Rosneft. Danach berief Woidke eine Task Force der Landesregierung ein, um die Vorhaben zu begleiten, wie es hieß.
Ostdeutsche Chemiestandorte schlagen Alarm: Angesichts hoher Energiekosten sei die Wettbewerbsfähigkeit in Gefahr. Der Bund müsse zügig Abhilfe schaffen, Förderprogramme nachjustieren, um Produktionsdrosselungen oder Verlagerungen zu vermeiden, fordert das Netzwerks «CeChemNet». Die nach 1990 im Osten entstandenen Chemieparks, in denen Firmen aus dem In- und Ausland ansässig sind, gelten als ein Erfolgsmodell der Branche.
«Wir dürfen nicht zulassen, dass Errungenschaften der letzten Jahrzehnte durch die aktuelle Krise auf einen Schlag und unwiederbringlich zerstört werden», warnte «CeChemNet»-Sprecher Jürgen Fuchs laut Mitteilung am Mittwoch in Leuna aus Anlass des 20-jährigen Bestehens des Netzwerks. Aus Sicht der Branchenvertreter müssten alle Steuern, Abgaben und Umlagen auf die Strom- und Erdgaspreise sofort abgeschafft werden.
Zudem gelte es in Deutschland alle verfügbaren Energieträger schnellstmöglich wieder ans Netz zu bringen beziehungsweise weiter zu betreiben, um eine dauerhafte Entspannung am Strom- und Gasmarkt zu erreichen. Hintergrund ist, dass die energieintensive Chemiebranche in Ostdeutschland bisher stark von russischem Gas und Öl als Energie- und Rohstoffquelle abhängig war.
In dem 2002 gegründeten Netzwerk «CeChemNet» (European Chemical Network) arbeiten die Betreiber der laut Branche der wichtigsten Chemieparks in Ostdeutschland zusammen. Dazu gehören die BASF in Brandenburg, die Chemieparks Bitterfeld-Wolfen, in Leuna und in Zeitz sowie der Dow Olefinverbund (Schkopau) in Sachsen-Anhalt und Sachsen (Böhlen). An den Standorten sind rund 600 Betriebe aus dem In- und Ausland mit 30 000 Beschäftigten ansässig, die in einem Verbundsystem arbeiten. Dadurch ergeben sich laut Netzwerk starke Synergieeffekte für die Produktion, etwa durch die Versorgung mit chemischen Grundstoffen, Energie, Dampf und dem Angebot von Dienstleistungen.
Der Mannheimer Pharmagroßhändler Phoenix hat Teile von US-Konkurrent McKesson übernommen und stellt sich dadurch in Europa breiter auf. Die Wettbewerbsbehörden hätten den Kauf vollumfänglich genehmigt, teilte die Phoenix-Gruppe am Mittwoch mit.
Zum Kaufpreis machte das Unternehmen keine Angaben.
Durch den Zukauf wächst der Konzern den Angaben nach auf mehr als 45.000 Mitarbeitende und ist mit 224 Standorten in 29 Ländern präsent. «Mit der erfolgreichen Übernahme vollziehen wir die größte Akquisition der Unternehmengeschichte», sagte Vorstandschef Sven Seidel laut Mitteilung. Das Familienunternehmen Phoenix beliefert Apotheken, Ärzte und Kliniken. Mehr als 17.000 Apotheken in 18 Ländern sind Teil eines Kooperations- und Partnerprogramms.
Von McKesson hat Phoenix unter anderem die Europazentrale in Stuttgart sowie Unternehmen in mehreren europäischen Ländern übernommen. In Belgien, Irland, Portugal und Slowenien erschließen sich die Mannheimer so neue Märkte, wie es hieß. In Frankreich und Italien bauten sie die Geschäfte aus. So rücke Phoenix noch näher an die Kunden und Patienten heran, sagte Vorstandschef Seidel. Der Standort Stuttgart soll der Mitteilung zufolge als IT-Hub gehalten, andere zentrale Aufgaben sollen am Hauptsitz angesiedelt werden.
Der Gesundheitsdienstleister hat im Geschäftsjahr 2021/22 den Umsatz auf gut 30,7 Milliarden Euro gesteigert (Vorjahr: 28,2 Milliarden). Der Gewinn nach Steuern sank von rund 227 auf 212 Millionen Euro.
Stand: 08.12.2025
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