Düsseldorf (dpa/lnw) *16:32 Uhr – Produktion von Medikamenten in NRW gesunken
Im vergangenen Jahr sind in Nordrhein-Westfalen weniger Medikamente hergestellt worden. Der Produktionswert sei im Vergleich zu 2020 um fünf Prozent auf rund 5,9 Milliarden Euro gesunken, teilte das Landesstatistikamt IT.NRW am Montag in Düsseldorf mit. Ein Grund hierfür dürften die Folgen der Corona-Pandemie gewesen sein. So berichtete der in NRW ansässige Pharmakonzern Bayer von einer geringeren Nachfrage, weil die Menschen wegen des Maske-Tragens und anderer Corona-Einschränkungen weniger erkältet waren als früher. In der Zahl enthalten sind nicht nur um Medikamente, sondern auch andere Pharmaprodukte wie Pflaster, Reagenzien und Kontrastmittel.
Im Bereich der Medizintechnik ging es hingegen bergauf: Der Produktionswert von medizinischen, chirurgischen und zahnärztlichen Geräten in NRW stieg den Angaben zufolge von 2020 auf 2021 um 4,3 Prozent auf rund 1,4 Milliarden Euro.
Mainz (dpa) *11:59 Uhr – Biontech kauft Produktionsanlage in Singapur
Der Mainzer Corona-Impfstoffhersteller Biontech hat eine Produktionsstätte in Singapur gekauft und will damit die Herstellung von Vakzinen und Medikamenten auf Basis seiner mRNA-Technologie im asiatisch-pazifischen Raum ausbauen. Die Anlage werde voraussichtlich Ende 2023 voll betriebsbereit sein und soll mehr als 100 Arbeitsplätze schaffen, teilte das Unternehmen am Montag weiter mit. Über die Höhe des Kaufpreises für das von Novartis Singapore Pharmaceutical Manufacturing erworbene Werk wurde keine Angabe gemacht.
«Die Übernahme ermöglicht es uns, den Aufbau einer hochmodernen mRNA-Produktionsstätte zu beschleunigen und so schneller Kapazitäten für potenzielle klinische Studien und die kommerzielle Bereitstellung unserer mRNA-Impfstoffe und -Therapeutika in der Region zu schaffen», sagte der operative Geschäftsführer Sierk Poetting. Die Anlage werde eine voll integrierte Produktionsstätte sein, die das Botenmolekül (mRNA) und auch abfüllfertige Chargen des formulierten Impfstoffs herstellen könne. Nach vollständigem Aufbau werde die Anlage eine jährliche Produktionskapazität von bis zu mehreren hundert Millionen Dosen mRNA-basierter Impfstoffe haben.
Die deutsche Chemie- und Pharmabranche drosselt wegen der stark gestiegenen Energiepreise ihre Produktion immer weiter. Diese sei im dritten Quartal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 10,3 Prozent geschrumpft, teilte der Verband der Chemischen Industrie (VCI) am Montag in Frankfurt mit. Die Produktion der Chemie alleine betrachtet (ohne Pharma) ging gar um 14,1 Prozent zurück. Für das Gesamtjahr erwartet der Verband weiterhin, dass die Chemie- und Pharmabranche 5,5 Prozent weniger produziert als 2021.
Für die Chemie alleine wird ein Minus von 8,5 Prozent prognostiziert.
«Der Chemiebranche stehen weitere dunkle Monate bevor», sagte der neue VCI-Präsident Markus Steilemann. Viele Unternehmen befänden sich mit ihrer Produktion in Deutschland bereits heute vor allem wegen der massiv gestiegenen Energiekosten in einer äußerst dramatischen Lage.
Besonders der Mittelstand habe erhebliche Probleme, bei auslaufenden Lieferverträgen für Strom oder Gas Anschluss- oder Neuverträge abzuschließen. Bei Wintereinbruch und sinkenden Gasspeicherständen werde sich die Situation weiter verschärfen.
Die Chemie- und Pharmaindustrie mit mehr als 473.000 Beschäftigten ist von der Energiekrise besonders betroffen. Die Branche ist nach früheren Angaben des Verbands mit einem Anteil von 15 Prozent größter deutscher Gasverbraucher, knapp ein Drittel des Industrieverbrauchs entfällt auf sie. Sie braucht Gas als Energiequelle und als Rohstoff zur Weiterverarbeitung - etwa in Kunststoffen, Arzneien oder Düngemitteln.
Der Branche machen auch angespannte Lieferketten sowie die schwächelnde Wirtschaft zu schaffen. Gerade die Chemieindustrie ist als Lieferant etwa für die Auto-, Konsumgüter- und Bauindustrie konjunkturabhängig. Im Vergleich zum Vorquartal ging die Produktion im dritten Quartal in der Chemie- und Pharmabranche um 4,2 Prozent zurück, der Umsatz schrumpfte um 1,6 Prozent auf 63,1 Milliarden Euro. Im Vorjahresvergleich stiegen die Erlöse hingegen aufgrund höherer Preise um 14,7 Prozent.
Stand: 08.12.2025
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