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Batchgranulationslinie fürs Labor

In einer Anlage vom Pulver zur Tablette – Batchgranulation im Labormaßstab

| Autor / Redakteur: Axel Friese* / Anke Geipel-Kern

Je nach Einsatzfall gibt es Multilab in verschiedenen Ausbaustufen.
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Je nach Einsatzfall gibt es Multilab in verschiedenen Ausbaustufen. (Bild: Glatt)

Wer heute mit innovativen pharmazeutischen Produkten schnell am Markt sein möchte, braucht zukunftssichere skalierbare Anlagenlösungen fürs Labor, die den wachsenden Anforderungen an Leistung, Sicherheit und Prozesseffizienz gerecht werden. Wie dem neuen Multilab, das von Laboranwendungen, Machbarkeitsstudien bis hin zur Prozessentwicklung alles kann. Damit gibt es eine neue integrierte Systemlösung für alle Feststoff-Prozesse im Labor

Wer als Hersteller fester pharmazeutischer Darreichungsformen Entwicklung und/oder Prozessoptimierung betreibt, kennt die Situation: viele unterschiedliche Wirkstoffe, wechselnde Versuchssitu- ationen, kleine Mengen. Trotzdem soll es schnell gehen, reproduzierbare Ergebnisse bringen, und im Erfolgsfall in den Produktionsmaßstab skalierbar sein. Effizienz und Sicherheit wollen vereinbart werden – schließlich sind immer mehr Medikamente hochpotent und verlangen nach Schutzausrüstung und entsprechendem Equipment.

Die Klinikmusterfertigung steht vor ähnlichen Herausforderungen und hat sogar noch höhere Anforderungen an GMP-Standards. In der Auftragsentwicklung verschärft sich die Situation noch einmal, denn wechselnde Kunden potenzieren das Risiko von Kreuzkontaminationen und zusätzlich hat der Auftraggeber bei der Auditierung ein scharfes Auge auf Equipment und Sicherheitsstandards. Containment ist also im Kommen ebenso, wie flexible, einfach konfigurierbare Verfahren, die möglichst multifunktional sind.

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Glatt hat für genau diese Bedürfnisse von Original-, Generikaherstellern oder Auftragsunternehmen das Multilab entwickelt, das im Labormaßstab die weiteren Prozesse neben Granulieren, Trocknen und Coaten in einer Maschine vereint und bei dessen Entwicklung die Verfahrenstechniker ganz neue Wege gegangen sind.

Konfigurierbar je nach Einsatzbereich

Die Maschine ist damit als komplette Batch-Granulationslinie fürs Labor konfigurierbar von der Einwaage bis zur Entleerung mit nahtlosem Produktfluss und kürzesten Wegen vom Pulver bis zur beschichteten Tablette und das alles sicher und kontaminationsfrei. Momentan sind zwölf Prozesse verfügbar, sodass der Betreiber die Anlage jeweils entsprechend seinen Anwendungen zusammenstellen kann. Ergänzend gibt es nun auch den Twinpro, den Gewinner des Innovation Award Achema 2018, als Twinpro Lab. In der Maschine sind zwei Batch Prozesse fusioniert: high shear Granulation und Wirbelschichttrocknung in einem Prozess.

Neben den Prozessmodulen Tangential Spray, Top Spray und Bottom Spray, bietet Multilab Rotorprozesse in verschiedenen Ausführungen. Nass und Trockensiebe runden derzeit das Portfolio der Batch Prozesse ab. Multilab schließt auch die Lücke zu dem bewährten modularen Continuous System Modcos.

Neues Konzept zur Filtertechnik macht flexibel

Die neue zum Patent angemeldete Filtertechnologie, ermöglicht durch deren modulares Baukastensystem, die einfache und flexible Konfiguration zwischen drei variablen Filterkonzepten mit zwei verschiedenen Filtergehäusen. Durch die deutliche Reduzierung der produktberührten Oberfläche auf die Hälfte, gegenüber konventionellen Ausblasfiltersystemen, ergab sich so auch eine um 50 % geringere Filterflächenbelastung für verbesserte Prozessführung, bei gleichzeitig geringerem Verschleiß und niedrigerer Bauhöhe.

Ergänzendes zum Thema
 
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