Im Ernstfall Im Bedarfsfall: Wacker und Corden Pharma bereit für Produktion von mRNA-Impfstoffen

Quelle: Pressemitteilung

Neben vier weiteren Unternehmen haben Wacker und Corden Pharma von der Bundesregierung den Zuschlag für Pandemiebereitschaftsverträge erhalten. Im Bedarfsfall produzieren die Unternehmen gemeinsam mRNA-Impfstoffe.

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Wacker und Corden Pharma produzieren künftig im Bedarfsfall mRNA-Impfstoffe für Deutschland.
Wacker und Corden Pharma produzieren künftig im Bedarfsfall mRNA-Impfstoffe für Deutschland.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

München; Halle; Plankstadt – Aufgrund der Erfahrungen mit der anfänglichen Impfstoffknappheit in der Corona-Pandemie sichert die Bundesregierung die Impfstoffproduktion und -versorgung für die kommenden Jahre ab. Pharmaunternehmen mit entsprechendem Know-how und Kapazitäten für die Impfstoffproduktion konnten sich für Pandemiebereitschaftsverträge mit der Bundesregierung bewerben. Wacker und Corden Pharma haben sich als Bietergemeinschaft für die Produktionsbereitschaft von Impfstoffen auf Basis von Messenger-Ribonukleinsäure (mRNA) beworben.

Wie die Unternehmen mitteilten, erhielten sie nun neben vier weiteren Unternehmen den Zuschlag. Im Falle des Andauerns der Covid-19 Pandemie oder einer neuen Pandemie sollen Wacker und Corden Pharma 80 Millionen Impfstoff-Dosen pro Jahr herstellen. Es besteht zudem die Option, dass die Bundesregierung das Volumen auf 100 Millionen Dosen pro Jahr erhöht. Für das Bereithalten der entsprechenden Produktionskapazitäten erhalten sie ein jährliches Bereitschaftsentgelt. Die Bereitschaftsphase beginnt im Jahr 2024, nachdem die Unternehmen die nötigen Kapazitäten geschaffen haben, und endet im Jahr 2029.

Wacker unterhält seit dem Jahr 2014 einen Biotech-Standort am Technologiepark Weinberg Campus in Halle. Der Aufbau der Kapazitäten für die Pandemiebereitschaft erfolgt im Zuge eines größeren Ausbauprojekts. „Wir bauen den Standort Halle in ein Kompetenzzentrum für die mRNA-Produktion aus. Wir schaffen Kapazitäten für die Pandemiebereitschaft, aber auch darüber hinaus“, kündigte Susanne Leonhartsberger an, die den Geschäftsbereich Wacker Biosolutions leitet. Geplant sei eine Erweiterung der Produktion um insgesamt vier Produktionslinien. Mehr als 200 neue Mitarbeiter will das Unternehmen im Zuge der Erweiterung am Standort Halle einstellen. Im Rahmen eines Kapitalmarkttages hatte Wacker Ende März bekanntgegeben, dass das Unternehmen seine Investitionen in das weitere Wachstum seines Biotechnologiegeschäfts deutlich steigern wird. In den nächsten Jahren sollen hier mehr als 80 Millionen Euro pro Jahr investiert werden.

Mit dem Start der Bereitschaftsphase im Jahr 2024 halten Wacker und Corden Pharma Produktionskapazitäten für den Bedarfsfall vor. Tritt dieser ein, stellt die Bundesregierung den Kontakt zu dem Unternehmen her, das den jeweiligen mRNA-Impfstoff, der produziert werden soll, entwickelt hat. Die Kooperationspartner übernehmen dann gemeinsam die Produktion des mRNA-Impfstoffes. Dabei erfolgt ein Großteil der Produktionsschritte in Deutschland. Alle Produktionsschritte erfolgen innerhalb der Europäischen Union.

In Halle wird Wacker künftig Plasmid-DNA (pDNA), einen essenziellen Ausgangsstoff für die mRNA-Produktion, herstellen. Auch der mRNA-Wirkstoff auf Basis der pDNA wird in Halle produziert werden. Zudem erfolgt die Formulierung mit Lipid-Nanopartikeln (LNP) des mRNA-Wirkstoffs hier. Für diese drei Produktionsschritte werden Kapazitäten in Halle geschaffen. Der zügige Aufbau der entsprechenden technologischen Expertise für die Produktion von pDNA und mRNA in Halle wird von anderen WACKER-Standorten unterstützt.

Corden Pharma wiederum stellt neben Standard-Lipiden auch wichtige, spezifische Lipide für die LNP-Formulierung her. Lipid-Nanopartikel bestehen aus speziellen Fetten (Lipiden), die einen Wirkstoff umschließen und so dafür sorgen, dass dieser sicher in die Körperzellen transportiert wird. Außerdem übernimmt Corden Pharma die aseptische Abfüllung und Verpackung des in Halle hergestellten und formulierten mRNA-Impfstoffes. Im Bedarfsfall versorgen die beiden Unternehmen die Bundesregierung so gemeinsam mit 80, beziehungsweise 100 Millionen, Impfstoffdosen pro Jahr.

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