Intermediate Bulk Container (IBC)

IBC-Markt: Intermediate Bulk Container als sichere Verpackungsmittel sind im Aufwind

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Ähnlich positiv äußert man sich auch bei Hoyer: „Wir verzeichnen in den letzten zwei bis drei Jahren eine deutlich gesteigerte Nachfrage nach Edelstahl-IBCs“, so Stephanie Muhs, Head of IBC-Logistics. Zwar spürt Hoyer bei den chemischen Kunden eine verhaltene Auftragsvergabe, der IBC-Lebensmittelmarkt ist bisher jedoch weitestgehend unberührt.

Funktionalität und Stabilität

Dabei ist IBC nicht gleich IBC. Vielmehr geht die Entwicklung zum jeweils optimalen Verpackungsmittel, so Muhs. „Lieferketten müssen stärker dahingehend analysiert werden, welches Packmittel sich anbietet.“ Die Hersteller müssen daher Standardspezifikationen so umsetzen, dass Kostenvorteile und Flexibilität entstehen.

Das beinhaltet die generelle Bauteilneuauslegung und das Design aller Einzelkomponenten mit Hinblick auf eine optimale Wiederverwendung. Wie dies technisch aussehen könnte, beschreibt Schmitt: „Dazu gehört die Ausführung von Innenbehälter als Mehrschichtsystem für ein erweitertes Anwendungsfeld, etwa der Einsatz in Ex-Bereichen bzw. mit Permeationsbarriere, ohne eine signifikante Komplizierung der bestehenden Produktionsprozesse. Ein anderes Beispiel sind alternative Ansätze zur 6-Schicht EVOH-Barrieretechnologie, wie z.B. naNO-Perm.“

Für Schmitt ist aber auch die Implementierung von Kunden-/anwendungsorientierten Zubehörteilen für erweiterte Anwendungsfelder (z.B. Schnellbelüftungssysteme, wie Optivent) für den Markterfolg entscheidend. Und noch etwas müssen die Hersteller seiner Meinung nach frühzeitig berücksichtigen: Wenn sich regulativer Veränderungen abzeichnen, muss darauf reagiert werden. „Hier ist etwa die Vibrationsfestigkeit zu nennen, die zukünftige UN RID/ADR-Kriterien berücksichtigt“, hält Schmitt fest.

Gesetzliche Änderungen beim überseeischen Güterverkehr – der Aufwand für die spezielle thermische Behandlung von Holzpaletten ist enorm gewachsen – waren auch ein Grund für die Neuentwicklung des IBC Ecobulk LX3 von Schütz. Dieser verfügt nun über eine speziell entwickelte, vierseitig unterfahrbare Palette aus Kunststoff mit Holzdecklage. Weitere Vorteile gegenüber sind höhere Stabilität, verbesserte Stapelfähigkeit und Wiederverwendbarkeit, erhöhte Witterungsbeständigkeit, geringere Tara-Unterschiede unter Nässe-Einfluss.

Darüber hinaus müssen selbstverständlich die klassischen Eigenschaften, erfüllt werden, so Heep: „Es gilt Funktionalität und Stabilität mit gleichzeitig größtmöglicher Ressourcenschonung in Einklang zubringen.“

Auf der sicheren Seite

Eine ganz besondere Aufgabe kommt dem Ex-Schutz bei IBCs zu. In Bezug auf dieses Thema hat Schütz in den vergangenen Jahren besondere Schritte (Mehrschichtigkeit) vollzogen. So ist der Ecobulk MX-EX mit einem antistatischen, transluzenten Innenbehälter sowie optional mit einem UV-Schutz (weiß eingefärbt) erhältlich. Je nach Kundenwunsch kann er aber auch mit einem leitfähigen, schwarzen Innenbehälter geliefert werden, der sowohl gegen UV-Strahlung als auch gegen sichtbares Licht schützt. Die notwenige Erdung im Armaturenbereich wird – je nach Armaturentyp – individuell sichergestellt. Die Container eignen sich somit für den Transport von Füllgütern mit einem niedrigeren Flammpunkt als 60 °C.

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