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Drahtlose Datenübermittlung mit Wireless-Netzwerken
Da Honeywell einer der großen Treiber drahtloser Datenübermittlung im Feld ist, ist auch das Thema Wireless fast omnipräsent in Lissabon. Allerdings überbringt Jean Marie Alliet, Director Sales Support EMEA und einer der technologischen Schwergewichte bei HPS, eine schlechte Nachricht für die Anwender dieser Technologie. Aufgrund der Forderungen von Anwendern und Geräte-Lieferanten nach einem einheitlichen Wireless-Standard weltweit, war eine Harmonisierungsarbeitsgruppe eingerichtet worden, die ISA 100 und Wireless HART zusammen führen sollte. „Ein Jahr lang hat das Komitee versucht, die beiden Standards zu vereinen. Letzten Freitag nun hat das Komitee beschlossen, seine Arbeit ohne Ergebnis einzustellen. Es wird lediglich eine Dual Boot Capability geben, das heißt, dass der Anwender beim Hochfahren des Gerätes wählen kann, welchen Standard das Gerät zur drahtlosen Kommunikation nutzt.“ Dass an dieser Stelle das letzte Wort noch nicht gesprochen sein dürfte, liegt auf der Hand, für Honeywell jedoch scheint dieses Kapitel erst einmal ad adcta gelegt.
In Person von Ignace Verhamme, der ein Beraterteam im Bereich der Leitsysteme bei Honeywell führt, existieren bereits heute (auch bei Koexistenz zweier Standards) keinerlei Probleme bei der Anwendung von Wireless-Komponenten. „Die Frage ist, erfüllt Wireless die Aspekte Safety, Security und Reliability? Das können wir getrost mit Ja beantworten.“, unterstützt Verhamme die Einführung der neuen Technologie und ergänzt: „In fünf Jahren werden wir diese Diskussion nicht mehr führen - von Seite der Applikationen und der Kosten bringt Wireless einfach zu viele Vorteile!“
Beraten statt Verkaufen
Vorteile nicht nur beim Thema Wireless, sondern über das gesamte Unternehmen sieht Henri Tausch, Vice President/General Manager Field Solutions bei Honeywell Process Solutions, in der Akquisition von RMG. Dies gilt vor allem wegen des starken Applikations-Wissens, dass mit den neuen RMG-Kollegen ins Unternehmen kommt: „Es geht darum den Markt-Kosmos zu überblicken. Hier zählt Technik-Wissen und die Fokussierung auf Problemlösung. Tausch betont, wie wichtig es ist und in Zukunft verstärkt sein wird, mit den Anwendern gemeinsam Lösungen für vorhandene Probleme zu suchen statt „einfach nur Geräte zu verkaufen.“
Dennoch werden hier in Lissabon für die Anwender aus der Prozessindustrie ebenfalls einzelne neue Produkte vorgestellt, in teils futuristisch anmutender Ausprägung. Den Beginn machen jedoch auch hier „normale“ Feldgeräte in Wireless-Ausstattung, wie ein neues Remote-Stellgerät oder die schnurlose Version des Flexline Radar-Füllstandmessgerät. Derzeit gearbeitet wird zudem an einem Universal-Transmitter mit drei Eingängen und einem diskreten Ausgang.
Bereits im Markt befinden sich die neue Generation des Experion PKS, von dem mehr als 8500 C300-Steuergeräte und über 90.000 Serie C I/O-Module im Markt sind. Neu vorgestellt werden zudem die kleinen Systeme Experion HS und LS, wobei die HS-Steuerung, bestehend aus HC 900, Master Logic und Safety Manager, für typische Scada-Anwendungen, Brandschutz oder Gaswarnsysteme eingesetzt wird. Das LS-System hingegen mit den C200- und C200E-Modulen zielt auf die Steuerung kleinerer Batch-Prozesse ab.
(Lesen Sie auf der nächsten Seite über neue Lösungen zum Thema Security.)
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