Rohstoffversorgung

Hohe Importabhängigkeit aufgrund kritischer Rohstoffversorgung

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Die USA, die sich in der Extractive Industries Transparency Initiative (EITI) engagieren, haben, basierend auf dem Dodd-Frank-Act, Section 1502 (conflict minerals), bereits milliardenschwere Pönalen gegen Unternehmen verhängt, die Konfliktmineralien verarbeitet haben. „Unternehmen brauchen Transparenz und müssen wissen, wo ihre Rohstoffe herkommen“, steht deshalb für William E. Moeller vom Münchner US-Generalkonsulat außer Frage. Auch die Bundesrepublik ist der EITI-Initiative inzwischen beigetreten. „Die deutsche Industrie wird sich weiterhin an sinnvollen Ansätzen zu einem verantwortungsvollen Rohstoffbezug konstruktiv beteiligen“, versichert in diesem Zusammenhang BDI-Präsident Ulrich Grillo.

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Eine weitere Gefahr für die Rohstoffversorgung geht schließlich davon aus, dass Länder Rohstoffe zu politischen Zwecken einsetzen und länderspezifische Interessen durch Exportbeschränkungen oder „Preismanipulationen“ durchsetzen. Vor allem in Afrika ist die Versuchung groß, fehlt es dort doch oft an der nötigen Rechtssicherheit, um eine stabile Versorgung der internationalen Märkte zu garantieren. Auch in China wurden Rohstoffe als industriepolitische Waffe eingesetzt, was sich aber mit dem Beitritt zur WTO gebessert haben soll.

Freihandel statt Protektionismus

Vielen Risiken auf den Rohstoffmärkten kann folglich nur die Politik begegnen, die letztlich durch Freihandelsabkommen gegen Protektionismus, Exportsteuern und ähnliche marktwidrige Tendenzen agieren muss. Genau das ist auch Ziel der Rohstoffstrategie der Bundesregierung. So soll durch die Mitwirkung in internationalen Organisationen wie der WTO, der OECD oder der EITI die Freiheit der Rohstoffmärkte gesichert werden.

Damit bewegt sich Deutschland im „Gleichschritt“ mit den USA, die ihre Rohstoffstrategie ebenfalls am freien Spiel der Kräfte orientieren. „Eine sinnvolle Verteilung von Ressourcen wird am besten dadurch gesichert, dass man sich auf die Prinzipien des Marktes verlässt“, konstatiert Generalkonsul William E. Moeller. Einzige und zugleich wichtigste Aufgabe des Staates sei es, die Spielregeln für den freien Wettbewerb vorzugeben.

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Der Beitrag erschien zuerst auf dem Portal unserer Schwestermarke MM Maschinenmarkt.

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