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Leittechnik Hält der digitale Sprachassistent schon bald Einzug in die Leitwarte?

| Autor/ Redakteur: Manuel Keldenich / Dr. Jörg Kempf

In der Consumer-Welt tobt ein harter Kampf um die Vorherrschaft sprachgesteuerter digitaler Assistenten. Google, Amazon, Apple, Samsung und Microsoft sind schwergewichtige Vorreiter auf diesem Markt und wollen ihre Assistenten zum festen Bestandteil unseres Alltags machen. Richtet man dagegen den Blick auf industrielle Anwendungen, verläuft die Suche noch ergebnislos. Das wird sich ändern, denn sinnvolle Anwendungsfälle sind mannigfaltig und ein Prototyp geht nun in die Pilotphase.

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Keine Zukunftsvision mehr: Digitale Assistenzsysteme sollen schon bald Einzug in der Leitwarte halten.
Keine Zukunftsvision mehr: Digitale Assistenzsysteme sollen schon bald Einzug in der Leitwarte halten.
(Bild: Siemens)

Im Jahr 2018 bekamen die Besucher von Elektronik-Messen wie der CES, der Consumer Electronics Show in Las Vegas oder der Internationalen Funkausstellung in Berlin einen Vorgeschmack auf die Welt von morgen: Der Mensch wird in Zukunft immer häufiger mit Dingen sprechen – mit Autos, Notebooks, Fernsehern, Kopfhörern oder Mikrowellen. Digitale (Sprach-)Assistenten sollen laut ihrer Hersteller allgegenwärtig werden. Assistenten wie Apples Siri, Amazons Alexa, Microsofts Cortana, Samsungs Bixby oder Googles Assistant werden zur Schaltzentrale vernetzter Geräte, die wir per Sprachbefehl steuern.

In der Tat spricht vieles für den vorausgesagten Siegeszug solcher Hilfssysteme: Der Verzicht auf Eingabegeräte wie Tastatur oder Maus befreit beispielsweise von lästiger Hardware und erlaubt gleichzeitig, dass Anwender während der Gerätebedienung beide Hände frei haben. Außerdem erfolgt der Umgang mit Geräten, die aufs Wort hören, viel intuitiver. Hier spielt der technische Fortschritt der letzten Jahre auf dem Gebiet der natürlichen Sprachverarbeitung eine große Rolle. Moderne Konzepte – auch unter Zuhilfenahme von Cloud-Computing und Künstlicher Intelligenz – ermöglichen heute eine viel extensivere, natürlichere Interaktion mit solchen Systemen. Im Moment werden noch häufig Fragen nach dem Nutzen und den Einsatzmöglichkeiten gestellt. Die Entwicklungsgeschichte eines digitalen Assistenten für industrielle Anwendungen beginnt bei Siemens genau bei den Antworten auf diese Thematik.