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Prozess-Membranpumpen

Großprojekt im Persischen Golf beschert Lewa Mega-Auftrag

| Redakteur: Jörg Kempf

Rund 30 Millionen Euro! Es ist der bisher größte Auftrag in der Firmengeschichte von Lewa: Für die Erschließung und Förderung zweier großer Offshore-Gasfelder im Persischen Golf liefert der Pumpenhersteller 40 Prozess-Membranpumpen.

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Die Prozess-Membranpumpen werden für die Einspritzung von Monoethylenglykol (MEG) und Schwefel-Lösungsmittel verwendet.
Die Prozess-Membranpumpen werden für die Einspritzung von Monoethylenglykol (MEG) und Schwefel-Lösungsmittel verwendet.
(Bild: Lewa)

Leonberg – Wenn das Projekt wie geplant 2015 abgeschlossen wird, ist die Anlage im Persischen Golf die größte ihrer Art in Saudi-Arabien: Sie wird in der Lage sein, pro Tag 70 Millionen Kubiukmeter Ethan, Propan, Butan und Erdgas aus den beiden Offshore-Feldern zu verarbeiten und daraus etwa 50 Millionen Kubikmeter verkaufsfertiges Gas zu produzieren. Das Potenzial bei Nachfragespitzen oder in Ausnahmesituationen liegt sogar bei 86 Millionen Kubikmeter.

Die Lewa-Pumpen werden mit den dazugehörigen Skids auf dreizehn Wellhead- und zwei Tie In-Plattformen (Bohr- und Förderplattformen) verbaut und bei Betriebsdrücken von 140 bis über 500 bar zur Einspritzung von Monoethylenglykol (MEG) sowie von Schwefel-Lösungsmitteln eingesetzt. Das MEG zirkuliert kontinuierlich zwischen den Plattformen und den Glykol-Regenerationseinheiten in den Onshore-Aufbereitungsanlagen und reduziert die Entstehung von Hydraten in den beiden Unterwasser-Pipelines.

Eine große Herausforderung besteht darin, dass der Schwefel in den beiden Gasfeldern eine wesentlich höhere Dichte als in anderen Vorkommen aufweist und bei hohen Temperaturen anfängt zu erstarren. Um eine Verstopfung der Pipeline zu verhindern und den sicheren Transport an Land zu gewährleisten, muss zuverlässig und gleichmäßig Lösungsmittel für den Schwefel eingespritzt werden.

Deutscher Spezialzulieferer wächst weiter

Obwohl die Staaten des Golfkooperationsrates, zu denen Saudi-Arabien gehört, 2012 weniger Großaufträge an die westlichen Industrieländer vergeben haben als noch 2011, sind deutsche Spezialzulieferer nach wie vor gefragt. Insbesondere, wenn es um technisch aufwändige Öl- und Gasprojekte sowie petrochemische Anlagen oder Kraftwerke geht, können Hersteller wie Lewa punkten.

„Das Unternehmen ist in der Industrie für seine Erfahrung mit anspruchsvollen Projekten und für die hohe Qualität seiner Produkte bekannt. Die harten Bedingungen – hohe Drücke und extreme Temperaturen – unter denen die Pumpensysteme zuverlässig arbeiten müssen, sind der Grund dafür, dass die Entscheidung der Auftraggeber auf Lewa fiel“, erläutert der projektverantwortliche Vertriebsingenieur Vassilios Tenidis aus dem Lewa Headquarter.

Der Vertragsabschluss stellt den Höhepunkt der bisherigen Unternehmensentwicklung dar. „In den letzten acht Jahren konnte Lewa trotz Wirtschaftskrise ein jährliches Wachstum im zweistelligen Bereich verzeichnen, so dass sich der Umsatz der Gruppe in diesem Zeitraum mehr als verdoppelt hat“, erklärt der Leiter der Abteilung Unternehmensentwicklung, Florian Kieninger.

Um mit den Auftragseingängen Schritt halten zu können, hat die Firma deshalb kürzlich Baugrund erworben, auf dem eine neue Montagehalle entstehen soll. Durch die Investition sollen fristgerechte Lieferungen gewährleistet und der nötige Platz für die wachsende Zahl der Mitarbeiter geschaffen werden.

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