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Graphit-Plattenwärmeübertrager Größter Graphit-Plattenwärmeübertrager der Welt im Markt eingeführt

Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Zwei Innovationsgaranten vertiefen die Kooperation und präsentieren den weltweit größten Graphit-Plattenwärmeübertrager für korrosive Anwendungen. Alfa Laval und die SGL Group haben nach einer Entwicklungszeit von rund 15 Monaten den größten Bruder ihrer Graphit-Plattenwärmeübertrager-Familie vorgestellt. Er wiegt ca. 3,7 t und eröffnet mit einer Durchsatzrate von 250 m3/h neue Anwendungsfelder.

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Die Enthüllung des weltweit größten Graphit-Plattenwärmeübertragers von Alfa Laval und der SGL Group war gleichzeitig die Markteinführung dieser neuen Generation von effizienten Apparaten zur Wärmeübertragung.
Die Enthüllung des weltweit größten Graphit-Plattenwärmeübertragers von Alfa Laval und der SGL Group war gleichzeitig die Markteinführung dieser neuen Generation von effizienten Apparaten zur Wärmeübertragung.
(Bild: Ernhofer/PROCESS)

Eltville – Die SGL Group hat in Zusammenarbeit mit Alfa Laval den größten Graphit-Plattenwärmeübertrager der Welt entwickelt, der im Juni in den Markt eingeführt wird. Das neue Modell, Diabon S15, schafft Durchsatzraten bis zu 250 m3/h und ist modular erweiterbar. Haupteinsatzgebiet ist das Erwärmen oder Abkühlen korrosiver Flüssigkeiten. Das innovative Plattendesign ermöglicht eine effizientere Energienutzung und damit eine maximale Energieeinsparung in chemischen Prozessen.

Frank Wittchen, Leiter Geschäftsbereich Process Technology der SGL Group: „Der Scale-up dieser Produktlinie setzt neue Maßstäbe für Energieeffizienz. Die beeindruckende Größe und modulare Erweiterungsmöglichkeiten erschließen uns Anwendungen, für die bisher Ringnut-, Block- oder Rohrbündelwärmeübertrager eingesetzt wurden. Bei vergleichbarer Leistung benötigen Plattenwärmeübertrager bis zu 75 % weniger Austauschfläche. Wir sehen also gute Chancen unsere Marktführerschaft weiter auszubauen.“

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Die Markteinführung erfolgt unter dem Markennamen Diabon. Bereits in der Prelaunch-Phase haben führende europäische Chemieunternehmen Aufträge über den Kooperations- und Vertriebspartner Alfa Laval platziert. Dies untermauert die seit Jahren erfolgreiche Kooperation zwischen Alfa Laval und SGL Group im Bereich der Diabon- Plattenwärmeübertrager, bei dem sich SGL Group auf die Entwicklung und Produktion und Alfa Laval auf den globalen Vertrieb konzentriert.

Plattenwärmeübertrager für korrosive Umgebungen

Alfa Laval hat die Diabon Plattenwärmeübertrager in Zusammenarbeit mit der mit SGL Group entwickelt. Sie kombinieren die hohe Wärmeübertragungseffizienz von herkömmlichen Plattenwärmeübertrager mit der außergewöhnlichen Korrosionsbeständigkeit des Graphit-Materials. Das beim S15 zum Einsatz kommende Diabon besteht aus dichtem, kunstharzgetränktem Graphit, das eine feine und gleichmäßig verteilte Porenstruktur aufweist. Es bietet eine ähnliche Performance wie der Werkstoff, der in den Graphitblock- und Rohrbündelwärmeübertragern eingesetzt wird und ist für den Einsatz mit korrosiven Medien bis 200 °C geeignet.

Wärmerückgewinnung und Energieeinsparungen

Im Inneren sorgt eine Kombination aus hoher Turbulenz und Gegenstrom dafür, dass eine maximale Wärmerückgewinnung erhebliche Energieeinsparungen ermöglicht. Das Prinzip hierbei ist relativ simpel: Die zwei Medien fließen durch Kanäle mit gewellten Platten, wodurch ein hohes Maß an Turbulenzen in den Medien entsteht – die Wärmeübertragung zwischen den Medien wird hierdurch deutlich verbessert. Das Gegenstromprinzip ermöglicht Temperaturüberschneidungen (sogenannte Kreuztemperaturen). So ist es möglich, auf der kalten Seite mit einer Temperatur auszutreten, die nahe der Eintrittstemperatur des warmen Fluids und oberhalb von dessen Austrittstemperatur liegt. Je größer die Temperaturannäherung ist, desto effizienter ist die Wärmerückgewinnung.

Die im Vergleich zu den vorhandenen Typen sehr viel längere Platte ermöglicht durch ihre sogenannte thermische Länge eine deutlich bessere Wärmerückgewinnung. Diese hohe Effizienz bedingt in vielen Fällen eine kurze Amortisationszeit.

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