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Bericht des VCI

Gedrückte Stimmung: Die Weltkonjunktur im ersten Halbjahr 2019

| Redakteur: Alexander Stark

Nach dem extrem schwachen zweiten Halbjahr 2018 konnte die Chemie- und Pharmaproduktion 2019 wieder zulegen, so die Zahlen des VCI.
Nach dem extrem schwachen zweiten Halbjahr 2018 konnte die Chemie- und Pharmaproduktion 2019 wieder zulegen, so die Zahlen des VCI. (Bild: gemeinfrei / Pixabay)

Die vierteljährlich erscheinende VCI-Publikation „Business Worldwide" gibt einen komprimierten Überblick zur Lage der globalen Chemie- und Pharmabranche sowie über die Entwicklung der Weltwirtschaft insgesamt. Daraus geht hervor, dass der globale Konjunkturmotor weiterhin nicht rund läuft. Die Weltkonjunktur durchlaufe zurzeit gerade eine Schwächephase.

Berlin – Die deutsche chemische Industrie ist eine exportorientierte Branche, die größtenteils Vorleistungsgüter produziert. Zudem konzentriert sich die globale Chemieproduktion auf wenige Länder und Regionen, in denen auch ein Großteil der Weiterverarbeitung von Chemikalien stattfindet. Daher ist sowohl die Beobachtung der Konjunktur dieser Regionen als auch die Entwicklung der Kundenindustrien für die Nachfrage nach deutschen Chemikalien von Bedeutung. Der Bericht „Business Worldwide" gibt einen Überblick sowohl über die Entwicklung der Gesamtwirtschaft als auch über die Kundenindustrien der Chemie weltweit.

Der globale Konjunkturmotor läuft weiterhin nicht rund., heißt es im Bericht Zwar konnte das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal 2019 um 0,7 % ausgeweitet werden. Aber in vielen Ländern führte nur eine stabile Binnennachfrage und Sondereffekte zum gesamtwirtschaftlichen Wachstum. Der globale Handel und mit ihm auch die Industriekonjunktur blieben am Jahresanfang schwach.

Wenngleich die globale Industrieproduktion erneut sowohl über das Vorquartal als auch über das Vorjahr stieg, ist die Situation der Industrie weiterhin nicht ungetrübt. Insbesondere in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften war die Schwäche im industriellen Sektor sichtbar. In Europa konnte die Produktion zwar wieder steigen – dies war aber eher dem extrem schwachen Vorquartal geschuldet. In Asien konnte nur China ein überraschend deutliches Plus verbuchen. In Amerika wurde die Produktion gedrosselt. Die Aussichten für die Entwicklung der Industrie bleiben verhalten.

Dementsprechend schwach war die Nachfrage nach chemischen Erzeugnissen. Gegenüber dem niedrigen Niveau des Vorquartals konnte die Branche am Jahresanfang ihre Produktion aber wieder ausweiten. Überraschend stark fiel dabei das Wachstum in China aus. Auch in der EU konnte die Branche zulegen. Treiber des Wachstums blieb insgesamt die Pharmaproduktion. Die Dynamik in der Chemie (ohne Pharma) fiel weiterhin deutlich moderater aus.

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