Grüne Chemie Für „grüne“ Pharmazeutika: Kann man eigentlich auch Elemente recyclen?

Quelle: Pressemitteilung

Unsere Welt besteht aus 118 Elementen – 44 von ihnen werden in den kommenden Jahren knapper werden. Zu diesen kritischen Elementen gehören Seltene Erden, Edelmetalle und sogar einige lebenswichtige Elemente wie Phosphor. Einige dieser kritischen Elemente sind nicht nur notwendig, um Smartphones herzustellen, sondern auch für die Medikamentenproduktion. Mit den Prinzipien der „Grünen Chemie“ können Pharma- und Biotechnologie-Unternehmen ihren Beitrag leisten.

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Unsere Welt besteht aus 118 Elementen - 44 von ihnen werden in den kommenden Jahren knapper werden. Mit den Prinzipien der "Grünen Chemie" können Pharma- und Biotechnologie-Unternehmen ihren Beitrag leisten, auch Elemente zu recyceln.
Unsere Welt besteht aus 118 Elementen - 44 von ihnen werden in den kommenden Jahren knapper werden. Mit den Prinzipien der "Grünen Chemie" können Pharma- und Biotechnologie-Unternehmen ihren Beitrag leisten, auch Elemente zu recyceln.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

München – Unter Grüner Chemie versteht man eine nachhaltige Herangehensweise an die Prozesse der chemischen Industrie und der Arzneimittelproduktion. Sie bietet die Chance, Prozesse sicherer, effizienter und umweltfreundlicher zu machen und gleichzeitig Kosten zu senken. Bei der Herstellung eines Medikaments werden in vielen Schritten verschiedene Inhaltsstoffe miteinander kombiniert. Um diese Schritte zu optimieren, wird der gesamte Produktionsprozess unter die Lupe genommen: Wie kann man die Anzahl der Schritte verringern? Und wie kann man neue, effizientere Produktionsmethoden entwickeln?

Um Medikamente zu produzieren, benötigt man eine Reihe unterschiedlicher Elemente. Während manche nahezu unbegrenzt zur Verfügung stehen, könnten andere in den nächsten Jahren zunehmend knapp werden. Um diese Ressourcen zu schonen, müssen die benötigten Elemente bestmöglich recycelt und weiterverarbeitet werden.

Wie das in der Praxis aussehen kann, zeigt das Biotechnologie-Unternehmen Biogen. Die Firma ist auf neurologische Erkrankungen spezialisiert und forscht unter anderem an Multipler Sklerose (MS). Anhand der Prinzipien Grüner Chemie hat Biogen den gesamten Produktionsprozess eines MS-Medikaments auf den Prüfstand gestellt. Die Produktion konnte so optimiert werden, dass der Verbrauch von chemischen Lösungs- und Reagenzmitteln um 33 Prozent sank. Das Engagement in Sachen Nachhaltigkeit wird auch vom Dow Jones Sustainability World Index gewürdigt: Biogen wurde 2021 zum neunten Mal in Folge als Top-Performer gelistet und hält damit den Branchenrekord für Biotechnologieunternehmen.

Beyond Net Zero: Ökostrom ist nicht genug

Mit optimierten Prozessen kann nicht nur Material gespart werden, sondern auch Energie. Für die Herstellung bestimmter Medikamente sind sehr niedrige Temperaturen notwendig. Um diese möglichst energiesparend zu erreichen, nutzt Biogen beispielsweise innovative Technologien der Strömungschemie im Produktionsprozess.

Dennoch: Ohne Energie ist die Produktion von Medikamenten unmöglich. Wichtig ist also, dass die notwendige Energie nicht aus fossilen Brennstoffen stammt. Schon seit 2014 ist Biogen CO2-neutral. Doch das Unternehmen geht noch einen Schritt weiter: Bis 2040 will Biogen komplett auf fossile Brennstoffe verzichten und 250 Millionen Dollar in Klimaschutzmaßnahmen investiert.

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