Suchen

Filtech 2011 Filtration im Fokus: Die Filtech 2011 bringt die Trenntechnik und ihre Anwender zusammen

| Redakteur: Sonja Beyer

Die Filtration ist aus der Industrie nicht wegzudenken. Zwar ist die Technik seit Jahrzehnten eine feste Größe, doch richten sich Neuentwicklungen auf die speziellen Anforderungen der Nutzer aus. Denn selbst kleine Verbesserungen können bereits helfen, Prozesse effizienter zu gestalten oder Filtrationsprobleme zu lösen.

Firmen zum Thema

Vorgestellt werden auf der Filtech auch Lösungen für Filterhersteller. (Bild: Filtech Exhibitions Germany)
Vorgestellt werden auf der Filtech auch Lösungen für Filterhersteller. (Bild: Filtech Exhibitions Germany)

Industrielles Filtrieren und Separieren ist eine ganz andere Angelegenheit als z.B. Kaffeepulver aus dem Kaffee fernzuhalten oder Spaghetti vom Kochwasser abzutrennen, auch wenn ein ähnliches Prinzip zugrundeliegt. Denn je nach Aufgabe stellen Abtrennverfahren, die in der Industrie zum Einsatz kommen sollen, sowohl an Systeme und Komponenten als auch das eingesetzte Material hohe Ansprüche – sei es wegen der Stoffe, die es zu trennen gilt, aufgrund hoher Mengenströme oder weil sich die Integration in einen komplexen Prozess als schwierig erweist. Welche Lösungen neu entwickelt wurden und welche Produkte und Materialien für spezielle Anwendungen frisch auf dem Markt sind, darüber können sich Besucher auf der Filtech 2011 informieren. Die Fachmesse, die vom 22. bis 24. März 2011 in Wiesbaden wieder ihre Tore öffnet, ist der Treffpunkt der internationalen Filtrations- und Separationsindustrie und von Anwendern aller Branchen.

Ein wichtiges Kernthema ist nach wie vor die mechanische Fest-Flüssig-Trennung, die als Querschnittstechnologie in vielen Branchen eine zentrale Rolle spielt. In der Prozessindustrie hat sie ihre Einsatzgebiete z.B. dort, wo pulverförmige pharmazeutische Wirkstoffe, Lebensmittel und Chemikalien als Zwischenstufe eines Prozesses als möglichst trockenes Pulver zu gewinnen sind. Das wohl bekannteste Fest-Flüssig-Trennverfahren ist die Filtration, bei der Filter den feinkörnigen Feststoff aus einer Suspension zurückhalten, während die flüssige Phase den Filter passiert (Filtrat).

Die Auswahl des richtigen Filters bzw. Filtersystems spielt eine wichtige Rolle, damit das Trennverfahren möglichst effektiv abläuft, möglichst wenig Produkt in der Flüssigkeit verbleibt und gleichzeitig der Filter eine möglichst lange Standzeit erreicht. Bei der Auswahl sind Paramter zu berücksichtigen wie

  • die Partikelgröße
  • die Konzentration des Feststoffs
  • der pH-Wert
  • das Vorkommen abrasiver Teilchen
  • der gewünschte Mengenstrom
  • die nötige Trennschärfe
  • die maximale Restfeuchte des Produkts

Für hohe Filtrationsleistungen und kontinuierliche Arbeitsweise kommen sehr oft Vakuumtrommelfilter zum Einsatz. Der Feststoff wird hier in der Filtrationsstufe vom Großteil der Flüssigkeit separiert und lagert sich auf dem Trommelfilter ab. Der Vakuum-Trommelfilter TSF von Andritz KMPT trennt auf diese Weise mit einer Filtrationsleistung von 100-2000 l/m²h Feststoffe zwischen 1 und 300 µm ab. Damit eignet er sich u.a. für Kunststoffe, Carbonate, Pigmente und Pasten, die durch die Drehung des Filters zu den nachfolgenden Stufen weitertransportiert werden. Denn auch das Danach ist entscheidend für die Effizienz des Trennprozesses: Haftet der Feststoff gerne am Filter, sodass ein Schaber, andere Abnahmeeinrichtungen oder ein Pressluftstoß den Abwurf unterstützen müssen? Ist eine häufige Reinigung des Filters notwendig? Das bedeutet meist Stress für das Filtermaterial. Die technische Weberei GKD Gebr. Kufferath hat sich deshalb auf die Entwicklung von Gewebestrukturen für Filter spezialisiert, die mechanische Robustheit und feine Filtrationsraten miteinander kombinieren. So erschließen Materialkombinationen mit PTFE den Einsatz in hoch korrosiven Anwendungen, und die Verbindung leitender Edelstahlmedien mit nicht leitenden Polymerwerkstoffen ermöglicht Filtermedien, die sich nicht elektrostatisch aufladen und dadurch in problematischen Filtrationan z.B. mit Lösungsmitteln sinnvoll sind.

Alles rund um die Filtration, aber auch die Gas-Feststoff-Trennung, Membrantrennverfahren und spezielle Trenntechniken bilden die Aussteller der Filtech 2011 ab. Dabei spannen die präsentierten Lösungen den Bogen der Aufbereitungstechnik mineralischer Rohstoffe, über die Biotechnologie, die Pharmazie und Chemie bis hin zur Umwelttechnik und Wasserreinigung. Abgerundet wird die Ausstellung durch einen internationalen Kongress, der mit insgesamt 180 Vorträgen Teilnehmern einen detaillierten Einblick in aktuelle Forschungsergebnisse sowie neue Entwicklungen verschafft.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 25181490)