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Bus-System zur Silo-Überwachung Fernüberwachung und -steuerung von Silos mit doppelter Absicherung

Autor / Redakteur: Michael Häring / Sabine Mühlenkamp

Permanent steigende Qualitätsanforderungen in der Kunststoffindustrie setzen inzwischen bei allen Marktteilnehmern eine lückenlose elektronische Dokumentation der automatischen wie auch der manuellen Prozessschritte voraus. Ein busbasiertes System steuert und überwacht den Füllstand einzelner Silos ebenso wie komplexer Siloanlagen.

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Die webfähige Visualisierungssoftware wird auf einem Server installiert und kommuniziert über das Lan-Netzwerk mit der zentralen Fernanzeige.
Die webfähige Visualisierungssoftware wird auf einem Server installiert und kommuniziert über das Lan-Netzwerk mit der zentralen Fernanzeige.
(Bild: Zeppelin)

Bei herkömmlichen Siloanlagen ist die gesamte Mess- und Steuerungstechnik der einzelnen Silos meist mit einer zentralen Steuerung vernetzt. Ein Fehler in der Anlage kann zum Ausfall der kompletten Steuerung führen. Ein Zustand, der die komplette Produktionslogistik unterbrechen kann und damit zu hohem wirtschaftlichen Schäden führen würde. Das Zeppelin-Steuerungskonzept dagegen basiert auf einer lokalen, kompakten Mikrocontroller-Steuerung pro Silo – der Basissteuerung SCS (Silo Control System).

Durch die lokale Basissteuerung je Silo können alle elektrischen Anbauteile, insbesondere die komplette Füllstandmesstechnik, bereits im Herstellerwerk eingebaut, verkabelt, konfiguriert und kalibriert werden. Zeit- und kostenintensive Vor-Ort-Installationen und Inbetriebnahmen sind nicht erforderlich. Jedes Silo ist für sich alleine voll funktionsfähig und arbeitet vollständig autark und unabhängig von der Vernetzung mit weiteren Steuerungen.

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Vernetzung leicht gemacht

Über die Fernanzeige/-bedienung ist bei mehreren Silos eine zentrale Überwachung und Bedienung aller Basissteuerungen möglich. Herkömmliche Schaltschränke sind auf eine bestimmte Anzahl von Silos limitiert, mit der Fernanzeige ist eine spätere Erweiterung jederzeit problemlos möglich. Die Fernanzeige erkennt automatisch jede verbundene Basissteuerung und ermöglicht spätere Erweiterungen ohne zusätzlichen Aufwand und Kosten. Die Vernetzung der einzelnen Silosteuerungen erfolgt über eine separate Busverbindung, wofür lediglich ein Buskabel benötigt wird, was den Verkabelungsaufwand in engen Grenzen hält.

Über die zentrale Fernanzeige erfolgt eine vereinheitlichte Datenübergabe an alle gängigen übergeordneten Prozessleitsysteme. Hierfür wird eine Ethernet- oder eine Profibusschnittstelle zur Verfügung gestellt. Über standardisierte I/O-Module können sämtliche Signale einer Siloanlage bequem und ohne großen Verkabelungsaufwand für nachgeschaltete Steuerungsfunktionen verwendet werden. Mit lediglich einem Buskabel an der Fernanzeige angeschlossen, stehen alle Informationen an jeder beliebigen Stelle zur Verfügung.

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