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Gründung der FDI Cooperation FDI Cooperation: Einheitlicher Industriestandard für die Geräteintegration rückt in greifbare Nähe

Autor / Redakteur: Achim Laubenstein / Dr. Jörg Kempf

Mit Gründung der FDI Cooperation haben die Interessenverbände FDT Group, Fieldbus Foundation, Hart Communication Foundation, OPC Foundation und Profibus&Profinet International einen weiteren entscheidenden Schritt in Richtung Marktreife eines einheitlichen Industriestandards für die Geräteintegration gemacht. Lesen Sie, wie die Organisation den Standardisierungsprozess sowie die Entwicklung des Toolkits für die Field Device Integration Technology weiter vorantreiben soll.

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Hans-Georg Kumpfmüller, Leiter Sensors & Communications bei Siemens und Chairman der FDI Cooperation: „Die Technologie wird für einfache, aber auch komplexe Feldgeräte geeignet und kompatibel zu bereits installierten Geräten sein.“ (Bild: FDI Cooperation)
Hans-Georg Kumpfmüller, Leiter Sensors & Communications bei Siemens und Chairman der FDI Cooperation: „Die Technologie wird für einfache, aber auch komplexe Feldgeräte geeignet und kompatibel zu bereits installierten Geräten sein.“ (Bild: FDI Cooperation)

Mit dem Startschuss für einen gemeinsamen Standard im Feldgerätemanagement in der Prozessindustrie im Jahr 2007 ist eine neue Ära angebrochen. Bereits die bloße Ankündigung einer gemeinsamen, einfacheren Lösung hat für Vorfreude gesorgt. Jeder, der schon einmal unter Zeitdruck an einem Projekt saß und bei der Gerätekonfiguration/-inbetriebnahme viel Zeit mit der Suche nach dem richtigen Treiber in der richtigen Version für das richtige Betriebssystem verbrachte, weiß, was das bedeutet.

Bisher war die Welt mehr oder weniger in die zwei Lager geteilt – in die EDDL (Electronic Device Description Language)- und die FDT/DTM (Field Device Tool/Device Type Manager)-Fraktion. Anwender wie Lieferanten befanden sich in der gleichen schwierigen Lage, sich entscheiden zu müssen, welchen Weg sie einschlagen sollen, um am Ende vor allem herstellerseitig beide Standards zu unterstützen. Sicher ist: Die Entwicklung, Bereitstellung und Wartung von Gerätebeschreibungen ist für die Hersteller mit hohen Kosten verbunden.

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Aller Anfang ist schwer. Inzwischen haben sich die Parteien gefunden, und die Projekte sind auf den Weg gebracht. Dabei ist eines jetzt schon klar: FDI ist nicht nur ein Kompromiss aus FDT und EDDL, sondern eine echte Weiterentwicklung.

Das im Jahr 2007 im Rahmen des ECT (EDDL Cooperation Team) gestartete FDI-Projekt basierte auf einer Kooperation der fünf Interessenverbände FDT Group, Fieldbus Foundation, Hart Communication Foundation, Profibus&Profinet International und der OPC Foundation. Im Jahr 2009 wurde mit Unterstützung der Hersteller ABB, Emerson, Endress+Hauser, Honeywell, Invensys, Siemens und Yokogawa das Projekt um die Entwicklung eines protokollübergreifenden FDI Tool Kits und gemeinsamen EDD Interpreters erweitert.

Namur und WIB, die in den Niederlanden beheimatete International Instrument Users’ Association, haben Anforderungen der Endanwender eingebracht und verfolgen weiterhin deren Umsetzung.

Mit der Gründung der FDI Cooperation, LLC (Limited Liability Company amerikanischen Rechts) wurde ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht. Die Gesellschaft mit Sitz in Austin, Texas, USA, ersetzt das ECT (EDDL Cooperation Team). Eigentümer der Gesellschaft sind die Interessenverbände. Im Management sitzen Vertreter der Hersteller und Interessenverbände. Hans-Georg Kumpfmüller von Siemens übernimmt die Position des Vorstandsvorsitzenden, Achim Laubenstein von ABB wurde zum Geschäftsführer ernannt.

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