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Exzenterschneckenpumpen Exzenterschneckenpumpen für viskose Medien

| Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Ob Weichmacher, Harnstoffe, Dispersionen, Titanoxide, Farben, Lacke, aggressive Medien oder Substanzen der Kosmetik und Pharmazie: Exzenterschneckenpumpen von Lutz sind universell einsetzbar. Ihr modularer Aufbau macht’s möglich.

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Der einfache und modulare Aufbau bietet viele Einsatzmöglichkeiten für den mobilen und stationären Einsatz. (Bild: Lutz-Pumpen)
Der einfache und modulare Aufbau bietet viele Einsatzmöglichkeiten für den mobilen und stationären Einsatz. (Bild: Lutz-Pumpen)

Typisches Anwendungsgebiet der Exzenterschneckenpumpen ist die konstante, pulsationsfreie und schonende Entleerung von Gebinden, Fässern und IBC, auch bei schwankendem Druck. Um ein Optimum zwischen Fördervolumen und Verschleißverhalten zu erreichen, wurde für das gesamte Programm ein leistungsfähiger Baukasten von unterschiedlichen Hydrauliken und Antriebsmotoren geschaffen. Hierbei wurden drei grundlegende Hauptbaureihen entwickelt, die in der Teileverwendung bestmöglich übereinstimmen.

Die kleine und vergleichsweise leichte Pumpe (11,5 kg) HD-E ist für einen Viskositätsbereich von 500 bis 4000 mPas ausgelegt. Mit einem Tauchrohrdurchmesser von 41 mm wird diese Pumpe überall dort eingesetzt, wo herkömmliche Fasspumpen durch die Viskosität des Fördermediums eingeschränkt sind. Schwerpunktmäßig werden damit Kleingebinde, Fässer und IBC entleert.

Die Förderleistung beträgt mediumsabhängig 20 l/min. bei einem Förderdruck bis 4 bar. Um möglichst viele Anwendungen abzudecken, ist der Stator der Pumpe in PTFE ausgeführt. Für den Bereich der Lebensmittel- und Kosmetikindustrie sowie Pharmazie gibt es eine physiologisch unbedenkliche (PU) Ausführung. Die Pumpe ist so konstruiert, dass sie mit wenigen Handgriffen demontiert und schnell gereinigt werden kann.

Leicht in Gewicht und Handhabung

Die Baureihe B70 V-SR zeichnet sich durch das niedrige Gewicht und eine leichte Handhabung aus. Sie ist für ein breites Anwendungsspektrum entwickelt und erreicht Förderleistungen von 12, 25 bzw. 50 l/min bei einem Förderdruck von 6 bzw. 8 bar. Der Viskositätsbereich erstreckt sich von 1 bis 30 000 mPas.

Für den Einsatz im Ex-Bereich ist der Stator aus PTFE und die Gleitringdichtung in Kohle-Molybdän-Ausführung verbaut. In allen Nicht-Atex-Zonen stehen Ausführungen mit Torsionswelle oder Gelenkwelle zur Verfügung. Als Wellenabdichtungen werden unterschiedliche Gleitringdichtungen oder Stopfbuchspackungen eingesetzt. Entscheidend für die entsprechende Auswahl der Antriebswellen sind die jeweiligen Fördermedien sowie deren Viskosität.

Das Antriebskonzept besteht aus Universalmotoren in Ex- und Nicht-Ex-Ausführung sowie Druckluftmotoren, die durch das niedrige Gewicht den mobilen Betrieb deutlich vereinfachen.

Für Fördermedien, die z.B. kleben oder aushärten, wurde mit der B70 V HD-SR eine praktische Lösung entwickelt. Ein externer Spülstrom umspült dabei intensiv die Gleitringdichtung und verhindert dadurch eine Materialablagerung in diesem Bereich.

Für den hochviskosen Bereich

Die Baureihe B70 V ist für leicht abrasive Fördermedien geeignet. Der wesentliche Unterschied zu Pumpen im mobilen Einsatz liegt im Antriebskonzept. Bei hochviskosen Medien ist sicherzustellen, dass die zu fördernde Flüssigkeit in den Rotor/Stator-Bereich gelangen kann. Hier sind wesentlich niedrigere Drehzahlen notwendig bzw. die Pumpendrehzahl ist an das jeweilige Fördermedium anzupassen.

Mit diesen Pumpen können Flüssigkeiten bis 120 000 mPas und 120 l/min gefördert werden. Als Antriebsmotore kommen 400 V Motore IE2 gemäß EU-Standard zum Einsatz. Im Drehzahlbereich 6-oder 8-polig, bzw. als Getriebe-Drehstrommotoren mit oder ohne Frequenzumformer, sind diese für den S1-Dauerbetrieb ausgelegt.

Auf den Service kommt es an

Mit dem modularen Aufbau der gesamten Pumpenbaureihen wurde eine optimale Teileverwendbarkeit erzielt, die dem Betreiber eine minimale Ersatzbevorratung garantiert. Das Statorgehäuse ist so ausgelegt, dass der Stator verdrehsicher und auswechselbar integriert ist. Bei einem Statorwechsel muss nur das Elastomer getauscht werden, was zu deutlich niedrigeren Reparaturkosten führt. Bei entsprechend ausgewählter Wellenabdichtung ist ein Drehrichtungswechsel möglich. Dadurch können die Pumpe und die Druckleitung entleert werden.

Um Gewicht einzusparen und den teilweise erforderlichen Korrosionsschutz zu gewährleisten, sind die Antriebslaternen als Verbindung zum Motor aus Aluminium gefertigt und im KTL-Verfahren beschichtet. Die Auslegung der jeweiligen Pumpen ist denkbar einfach. Umfangreiche Dokumentationen, eine jahrelang intern aufgebaute Datenbank sowie eine Vielzahl von Referenzen helfen dem Anwender bei der richtigen Auswahl der Pumpen.

Die Pumpen können in Sonderlängen bis 2000 mm und auch mit Einbauflanschen gefertigt werden. Alle Antriebe mit einer Motorleistung über 0,75 kW entsprechen dem Energieeffizienzniveau IE2.

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