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3-Milliarden-Euro-Deal

Evonik verkauft Methacrylat-Verbund an Advent International

| Redakteur: Alexander Stark

Evonik verkauft seinen Methacrylat-Verbund für 3 Milliarden Euro an Advent International.
Evonik verkauft seinen Methacrylat-Verbund für 3 Milliarden Euro an Advent International. (Bild: Karsten Bootmann/Evonik)

Evonik verkauft seinen Methacrylat-Verbund für drei Milliarden Euro an Advent International. Ein entsprechender Vertrag sei bereits unterzeichnet worden. Der Kaufpreis (Enterprise Value) entspricht dem 8,5-fachen Ebitda des Geschäftes.

Essen – Der Evonik-Methacrylat-Verbund beschäftigt weltweit 3900 Mitarbeiter und umfasst 18 Produktionsstätten. Das Geschäft erwirtschaftete über den Zeitraum 2016-2018 im Durchschnitt ein jährliches Ebitda von rund 350 Millionen Euro bei einem Umsatz von etwa 1,8 Milliarden Euro pro Jahr. Für das Geschäftsjahr 2019 rechnet Evonik mit Umsatz und Ebitda in ähnlicher Höhe. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigung in mehreren Ländern, der Abschluss wird für das dritte Quartal dieses Jahres erwartet.

Der Verbund umfasst die Geschäftsgebiete Methacrylates, Acrylic Products, Cyplus sowie Teile der Methacrylat-Harze. Im Zuge der strategischen Ausrichtung auf Produkte der Spezialchemie, die weniger konjunkturabhängig sind, hatte das Spezialchemieunternehmen den Verbund zum Verkauf gestellt. Die Beteiligungsgesellschaft Advent International zählt mit mehr als 30 Beteiligungen in über drei Jahrzehnten zu den weltweit aktivsten Finanzinvestoren in der Chemieindustrie.

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23.02.19 - Evonik reagiert auf den steigenden Bedarf für Aktivsauerstoff durch eine Steigerung der Produktionskapazitäten sowie eine effizientere und schnellere Belieferung der Kunden. Bereits 2018 abgeschlossene Maßnahmen werden nun durch eine weitere Produktionslinie in Antwerpen ergänzt. lesen

Der Nettokaufpreis (Equity Value) ergibt sich im Wesentlichen durch den Abzug von Pensionsverpflichtungen in Höhe von rund 500 Millionen Euro. Diesen will Evonik zur Stärkung der Bilanzstruktur, vor allem aber für gezielte Wachstumsprojekte nutzen. Dazu zählt auch die Finanzierung der Übernahme des amerikanischen Unternehmens Peroxy Chem, die im laufenden Jahr abgeschlossen werden soll. Darüber hinaus sollen die Mittel zum Ausbau des bestehenden Spezialchemie-Portfolios verwendet werden, etwa zur Errichtung einer neuen Polyamid-12-Anlage in Marl.

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