Neue Produktionsanlage Evonik und Wynca gründen Joint Venture für pyrogene Kieselsäure

Redakteur: Alexander Stark

Das chinesische Unternehmen Wynca und Evonik Industries haben sich auf die Gründung eines Joint Ventures geeinigt. Das neue Unternehmen, an dem Evonik einen Anteil von 60 % halten wird, soll pyrogene Kieselsäure produzieren.

Firmen zum Thema

Evonik Industries und das chinesische Unternehmen Wynca haben sich auf die Gründung eines Joint Ventures geeinigt.
Evonik Industries und das chinesische Unternehmen Wynca haben sich auf die Gründung eines Joint Ventures geeinigt.
(Bild: Evonik)

Zhenjiang/China – Das Joint Venture, Evonik Wynca Silicon Material plant den Bau einer Produktionsanlage für pyrogene Kieselsäure im Zhenjiang New Material Industry Park, Jiangsu Provinz, China. Hierfür investiert das neu gegründete JV einen Betrag im mittleren zweistelligen Millionen-Euro-Bereich. Die Anlage mit einer veranschlagten jährlichen Produktion von 8000 Tonnen soll im Jahr 2021 in Betrieb genommen werden. Das Gesamtvorhaben bedarf aktuell noch der Genehmigung entsprechender Unternehmensorgane und der zuständigen Behörden.

Pyrogene Kieselsäure findet in transparenten Silikonen, Lacken und Farben, Kleb- und Dichtstoffen sowie nicht brennbaren, hochleistungsfähigen Isolationsmaterialien Anwendung. Das Joint Venture soll das weltweite Evonik-Netzwerk von Produktionsstandorten für pyrogene Kieselsäure der Marke Aerosil unterstützen. Wynca plant unterdessen, das Geschäft mit silikonbasierten Produkten weiter auszubauen und somit die Vorteile des gemeinsamen Absatzes zu nutzen.

Basierend auf Organo-Silizium Verbindungen hat Wynca eine komplette Wertschöpfungskette für Silikon/Silan basierte Produkte aufgebaut: Von der Siliziumherstellung aus Quarzsand über die Monomer-Synthese bis hin zu den Verkaufsprodukten. Das Ergebnis sind die vier großen Produktlinien: Silikonkautschuk, Silikonöl, Silikonharz und funktionelle Silane als Kupplungsmittel. Wynca wird somit zu einem Unternehmen für Organo-Silizium Verbindungen, das die gesamte industrielle Wertschöpfungskette abdeckt.

Das chinesische Unternehmen weitet die Kapazitäten im Bereich Organochlorsilane aus. Dies ist ein Rohstoff, von dem bis zu 300 kt jährlich für die Produktion von Silikonen verwendet werden. Ein kleiner Teil dieser Kapazitätenerweiterung geht in die Belieferung des Joint Ventures zur Produktion vonAerosil. Der Vice President der Wynca Gruppe, Herr Tao Wei, sagt dazu: „Die Anlage des Joint Ventures wird die integrierte Produktionsstruktur des Wynca-Standorts in Zhengjiang verbessern. Evonik bringt marktführende Technologien für pyrogene Kieselsäure in das Joint Venture mit ein. Alle Nebenprodukte, von Wynca wie Trimethylchlorsilan sowie die des Joint Venture, z. B. Salzsäure, werden vollständig wieder verwendet. Somit lässt sich am Wynca-Standort in Zhenjiang eine perfekte Wertstoffrückgewinnung erzielen und es können Synergien bei der Produktion von organischen Silizium-Monomeren, Monochlorsilan und pyrogener Kieselsäure genutzt werden.“

(ID:47738435)