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IIoT-Applikationen Evonik setzt für seine digitale Transformation auf Thing Worx

| Redakteur: MA Alexander Stark

Der Spezialchemiekonzern Evonik treibt die digitale Transformation seiner Produktion sowie der Prozesse in der Supply Chain und dem Lebenszyklus von Anlagen voran. Grundlage des dafür erforderlichen Industrial Internet of Things (IIoT) ist die Plattform Thing Worx.

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Durch digitale Hilfsmittel erhofft sich Evonik Effizienzsteigerungen in Produktions- und produktionsnahen Prozessen.
Durch digitale Hilfsmittel erhofft sich Evonik Effizienzsteigerungen in Produktions- und produktionsnahen Prozessen.
(Bild: Evonik)

München; Essen – In den kommenden Jahren will Evonik mit der IIoT-Plattform Thing Worx zahlreiche Applikationen entwickeln und großflächig ausrollen. So sollen Anlagen und Mitarbeiter an über 100 Standorten weltweit von den gleichen Applikationen profitieren.

Darüber hinaus ist der Spezialchemiekonzern, vertreten von Thomas Schiffer, Leiter Digitalisierung/Prozesse der Division Technology & Infrastructure, das neueste Mitglied im Product Advisory Board von PTC, dem Unternehmen, das Thing Worx entwickelt hat. In diesem Beirat berichten die Mitglieder über ihre Erfahrungen mit den Software-Lösungen und sollen hilfreiche Informationen bieten, die zu der Verbesserung und Weiterentwicklung der Produkte beitragen.

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Für die Automatisierung der Prozesse im produktionsnahen Umfeld sei eine IIoT-Plattform, an die Evonik seine Systemlandschaft anbinden könne, von zentraler Bedeutung, erläutert Thomas Schiffer. Mit der Plattform sei es möglich, die Daten sofort zu integrieren und darauf aufbauend neue Digitalisierungslösungen zu entwickeln und auszurollen, die das Unternehmen schneller und effizienter machen.

Über eine Plattform mit Thing Worx und Microsoft Azure verbinden Entwicklerteams von Evonik verschiedene Systeme in den Bereichen Informationstechnologie (IT) und operative Technologie (OT). Daraus sollen Apps entstehen, die Prozesse beschleunigen, Medienbrüche schließen und die Arbeit erleichtern sollen. Die Datenstruktur beruht auf der einheitlichen Standardarchitektur der Namur und des internationalen Standarddatenmodells Dexpi und bildet die Basis für den digitalen Datenzwilling.

Thing Worx nimmt keinen Einfluss auf die bestehenden Prozesse der Anlage, sondern zieht aus den eingesetzten Systemen die Daten heraus, die für die entwickelten Applikationen nötig sind. Dabei würde die IIoT-Plattform von PTC die anderen Programme komplementieren, so Nathanael Milker, Market Director bei PTC. Sie füge sich nahtlos als Schnittstelle zwischen die Systeme ein. Auf Basis einer definierten und standardisierten Datenstruktur stellt Thing Worx dann alle relevanten Daten zur Verfügung.

Erste Apps wurden bereits erfolgreich im Unternehmen implementiert. So verbindet eine neue Anwendung auf Basis von Thing Worx ein digitales Checklistentool für Betriebsrundgänge mit den Prozessinformationssystemen von Evonik. Unter anderem werden mit der Software aktuelle Anlagendaten in Form einer Grafik an die Checkliste zurückgespielt. So können die Betriebsmitarbeiter während des Rundgangs Abweichungen oder Tendenzen schneller erkennen. Auch verschiedene Dashboard- und Support-Anwendungen stehen bereits zur Verfügung, die beispielsweise wichtige KPIs aus unterschiedlichen Quellsystemen berechnen und visualisieren. Das soll Optimierungsmaßnahmen an den Anlagen unterstützen und einen effizienteren Produktionsprozess ermöglichen.

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