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Zusammenarbeit mit Start-up Evonik liefert Materiallösungen für neue 3D-Druck-Technologie

| Redakteur: Alexander Stark

Das Spezialchemieunternehmen Evonik und das amerikanische Start-up für 3D-Druck-Technologien NXT Factory mit Sitz in Ventura, USA, wollen ihre Zusammenarbeit im Bereich der additiven Fertigung ausbauen.

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Im Rahmen einer Zusammenarbeit wird Evonik sein ready-to-use Konzept zur Materialentwicklung für die QLS-Technologie von NXT Factory einsetzen.
Im Rahmen einer Zusammenarbeit wird Evonik sein ready-to-use Konzept zur Materialentwicklung für die QLS-Technologie von NXT Factory einsetzen.
(Bild: Evonik)

Essen – Im Rahmen einer Zusammenarbeit mit NXT Factory wird Evonik sein ready-to-use Konzept zur Materialentwicklung für die QLS-Technologie des amerikanischen Start-ups einsetzen. Ziel ist es, diese Technologie mit einem entsprechenden Materialportfolio am Markt zu etablieren.

QLS 350 steht für eine pulverbasierte 3D-Druck-Technologie, die auf eine patentierte Laserlichtquelle setzt. Diese Technologie ist für die vollautomatische und unüberwachte Fertigung rund um die Uhr ausgelegt. Sie ermöglicht damit das Potenzial von „Industrie 4.0“ völlig auszunutzen, indem sie die additive Fertigung vom Prototyping bis hin zu einer kleinen und mittleren Serienproduktion transferiert.

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Das besondere an der Bauweise des Druckers ist unter anderem das fahrerlose Transportsystem (FTS), das ermöglicht das Pulverbett außerhalb der Maschine abzukühlen und autonom zur Pulverentfernungsstation zu bringen. Das soll die Produktivität erheblich verbessern. QLS350 wurde zudem für die Verarbeitung von Hochtemperaturwerkstoffen wie das Polyamid 613 (PA 613) von Evonik entwickelt.

Die neuartige Technologie von NXT Factory eröffnet dem Spezialchemieunternehmen weitere Möglichkeiten für Polymerformulierungen und passt laut Thomas Große-Puppendahl, Leiter des Innovationswachstumsfeldes Additive Manufacturing von Evonik, in das ready-to-use Konzept zur strategischen Materialentwicklung. Ziel sei es, gemeinsam mit Kunden und Partnern neue Materialsysteme anzubieten, um den Markt für 3D-Druck-Materialien weiterhin zu diversifizieren und so näher in Richtung Serienfertigung zu bringen, so Große-Puppendahl. Der strategische Fokus liegt auf der Entwicklung und Herstellung von ready-to-use Hochleistungsmaterialien entlang der wesentlichen Technologiestränge. Das Spezialchemieunternehmen plant die Vorstellung des Hochtemperatur-Polymerpulvers PA 613 auf der QLS 350-Plattform im ersten Quartal 2020.

Der Markt für 3D-Druck boomt mit zweistelligen Wachstumsraten. Darin ist Evonik weltweit führend in der Herstellung von Polyamid 12-Pulvern (PA 12), die bereits seit über 20 Jahren in additiven Fertigungstechnologien zum Einsatz kommen. Neben dem PEEK-Filament und den PA 12-Pulvern gehören auch flexible PEBA-Pulver und Copolyester sowie eine ganze Reihe von Additiven wie Dispergiermittel, Fließverbesserer oder reaktive Modifikatoren zum Produktportfolio.

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