Photovoltaik Evonik gibt die Photovoltaik nicht auf

Redakteur: M.A. Manja Wühr

Die Photovoltaikbranche hat in Deutschland schwer zu kämpfen: 2013 brach die Zahl der in Deutschland installierten Anlagen regelrecht ein. Dennoch hat Evonik nun zwei neue Teilanlagen für Vernetzungsverstärker in Betrieb genommen. process.de hat nachgefragt.

Firmen zum Thema

Evonik setzt weiterhin auf Photovoltaik und nimmt dafür neue Teilanlagen für Vernetzungsverstärker in Betrieb.
Evonik setzt weiterhin auf Photovoltaik und nimmt dafür neue Teilanlagen für Vernetzungsverstärker in Betrieb.
(Bild: Frank Preuss/Evonik)

Essen – Evonik hat an seinem Verbundstandort Wesseling zwei neue Teilanlagen für die Produktion von Vernetzungsverstärkern in Betrieb genommen. Die Vernetzungsverstärker Triallylcyanurat (TAC) und Triallylisocyanurat (Taicros) werden in Kunststoffen eingesetzt, mit denen u.a. Solarmodule gebaut werden.

„Mit der neuen Produktion bedienen wir steigende Qualitätsanforderungen unserer Kunden und die weltweit wachsende Nachfrage insbesondere in der Photovoltaikbranche“, erklärt Matthias Hau, Geschäftsgebietsleiter Agrochemicals & Polymer Additives bei Evonik. Auf Nachfrage erklärte Evonik, dass mit den neuen Anlagen vor allem die Märkte in Asien bedient werden.

Für mehr Effizienz bei der Produktion von Solarzellen

Die neuen Teilanlagen in Wesseling sind als Verbundproduktion an eine bereits bestehende Cyanurchlorid-Anlage angeschlossen. Cyanurchlorid ist einer der Ausgangsstoffe für die Vernetzungsverstärker. Taicros steigert laut Evonik die Qualität der sogenannten EVA-Folien, die die empfindlichen Siliziumzellen eines Solarmoduls einschließen und vor Umwelteinflüssen schützen – und damit auch die Solarzelle insgesamt. Es sorgt für eine bessere Vernetzung und wirkt zudem langfristig einer Vergilbung der Folien entgegen. Auf diese Weise wird eine dauerhafte Leistungsfähigkeit der Solarzelle erzielt. „Zudem führt Taicros durch eine schnellere Vernetzung zu einem beschleunigten Laminierprozess mit entsprechenden Effizienzgewinnen für unsere Kunden in der Photovoltaikbranche“, erklärt Segmentleiter Dr. Frank Kraushaar.

TAC wird vor allem in hochwertigen Gummimaterialien wie zum Beispiel Schläuchen und Kabelummantelungen im Automobilbereich vermehrt eingesetzt, um die Alterungsstabilität und damit die Lebensdauer zu erhöhen.

(ID:43120514)