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Klimafreundlichere Energieversorgung Evonik baut weiteres Gas- und Dampfturbinenkraftwerk in Marl

| Redakteur: MA Alexander Stark

Mit einem weiteren Großprojekt setzen Evonik und Siemens ihre Partnerschaft bei neuen Kraftwerken fort: Im Juni haben die beiden Unternehmen die Verträge für den Bau eines weiteren hocheffizienten Gas- und Dampfturbinenkraftwerks im Chemiepark Marl unterzeichnet.

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Modellhafte Darstellung des neuen, hocheffizienten Gas- und Dampfturbinenkraftwerks, das Evonik im Chemiepark Marl in ähnlicher Form errichten wird.
Modellhafte Darstellung des neuen, hocheffizienten Gas- und Dampfturbinenkraftwerks, das Evonik im Chemiepark Marl in ähnlicher Form errichten wird.
(Bild: Evonik)

Marl – Ein neue, hocheffizientes Gas- und Dampfturbinenkraftwerk soll ein bestehendes Reservegaskraftwerk im Chemiepark Mark ersetzen. Es ergänzt ein ebenfalls neues Kraftwerk, für das die Bauarbeiten bei Evonik in Marl kürzlich begonnen haben. Das Spezialchemieunternehmen läutet damit konzernweit das Ende der Strom- und Dampferzeugung auf Basis von Steinkohle ein.

Die Bauarbeiten sollen noch im Sommer 2020 beginnen, damit beide Kraftwerke 2022 in Betrieb gehen können. Die beiden neuen Anlagen erbringen mit einem Gesamtnutzungsgrad von über 90 % eine Leistung von bis zu 270 Megawatt Strom (dem Bedarf von ungefähr 750.000 Haushalten) und können bis zu 660 Tonnen Dampf pro Stunde erzeugen. Alle Kraftwerke im Chemiepark Marl werden künftig im Verbund aus einem zentralen Leitstand betrieben.

Evonik will seine absoluten Treibhausgasemissionen bis 2025 halbieren – das sei ein zentrales Klimaziel, erklärt Thomas Wessel, im Evonik-Vorstand zuständig für Nachhaltigkeit.

Die neue Kraftwerksstruktur ist auf die optimale Versorgung des Standorts mit Dampf ausgelegt. Zudem ermöglicht sie bei Ausfällen und Störungen im öffentlichen Stromnetz für den Chemiepark Marl einen Inselbetrieb – die Kraftwerke können also Anlagen, die auf eine ununterbrochene Versorgung besonders angewiesen sind, selbst mit Strom oder Dampf weiterversorgen. Die hochflexible Laststeuerung der Kraftwerke soll darüber hinaus einen Beitrag leisten, schwankende Einspeisungen von erneuerbaren Energien auszugleichen. Aus dem Dampfverbundnetz des Standorts erhalten außerdem rund 2000 Marler Haushalte auch zukünftig Fernwärme.

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