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Europäische Normung Europäische Normen für den Maschinenbau

| Redakteur: Anke Geipel-Kern

Vor dem Hintergrund aktueller Freihandelsabkommen arbeitet die EU-Kommission an Strategien für das künftige Normungssystem. Was bedeutet das für den deutschen Maschinenbau?

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(Bild: VDMA)

Frankfurt – Die EU-Kommission arbeitet an Strategien für das künftige Normungssystem in der Investitionsgüterindustrie. Das hat auch Auswirkungen für den deutschen Maschinenbau, weshalb der VDMA hier mit im Boot ist. Ein erster Meilenstein sei nun erreicht, teilt der Verband mit.

Ende vergangenen Jahres startete der „Pact on European Standardisation“. Jetzt neben dem VDMA Vertreter aus weiteren Wirtschaftsverbänden, der Kommission und der nationalen und europäischen Normungsorganisationen die „Joint Initiative on European Standardisation“ (JIS).

JIS soll der Auftakt zu einem besseren Dialog zwischen den Beteiligten des europäischen Normungsprozess etabliert werden. Hierzu hat, u.a. der VDMA, 15 Aktionen erarbeitet. „Besonders Augenmerk des Maschinen- und Anlagenbaus muss dabei vor allem auf Aktion 6, dem Standards Market Relevance Roundtable („SMARRT“) liegen“, erklärt Naemi Denz, Mitglied der Hauptgeschäftsführung des VDMA.

Roundtable für Industrievertreter

Der Roundtable soll die frühzeitige Einbeziehung der Industrie in normungspolitische Überlegungen der Kommission gewährleisten und somit den von Seiten der Industrie geforderten stärkeren Informationsaustausch verbessern. „Normung ist Industriegetrieben und muss marktrelevant sein. Der VDMA hat die JIS miterarbeitet, um das europäische Normungssystem zukunftssicher zu gestalten“, bekräftigt Denz das Engagement des Maschinenbau-Verbandes. „Rechtzeitiger Austausch über gesetzliche Leitlinien der Kommission, die Normungsprojekte nach sich ziehen, ist wichtig, um die Relevanz für den Markt durch die betroffenen Kreise abschätzen zu können. Denn, nicht alle Themen sind wirklich normungswürdig. Die in JIS vereinbarten regelmäßigen Sitzungen im Vorfeld der Committee on Standards Sitzungen sind dafür wichtig.“

Mit der Unterzeichnung beginnt die eigentliche Arbeit. In den kommenden Monaten soll eine konkrete Arbeitsliste erarbeitet werden, deren Veröffentlichung im Rahmen des „World Standards Day 2016“ am 14. Oktober 2014 geplant ist.

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