Rückstandsverbrennungsanlage Erster ISO-Tankcontainer im Chempark Dormagen in Betrieb

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Bequem begehbare Arbeitsbühnen, stufenlos auf- und abfahrbare Plattformen, hydraulisch gestützte und ergonomisch bedienbare mobile Rohrleitungen, sogenannte Scheren – die neue Übernahmestation an der Rückstandsverbrennungsanlage (RVAD) im Chempark Dormagen lässt die Herzen der Entsorgungsingenieure höher schlagen. Mitte Oktober wurde der erste ISO-Container mit Flüssigabfällen an der neuen Anlage übernommen und dessen Inhalt in der RVAD verbrannt.

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Die neue Übernahmestation B 796 beim Entleeren eines ISO-Tankcontainers. Im Hintergrund ist die Rückstandsverbrennungsanlage (RVAD) zu sehen.
Die neue Übernahmestation B 796 beim Entleeren eines ISO-Tankcontainers. Im Hintergrund ist die Rückstandsverbrennungsanlage (RVAD) zu sehen.
(Bild: Currenta)

Dormagen – Bereits im Januar 2016 feierte das Projektteam von Wilhelm Luepken aus der Currenta-Umwelttechnik die Errichtung der neuen Rohrbrücke – auch das kein ganz alltägliches Ereignis im Chempark. Die Rohrbrücke schafft die Verbindung zwischen der Übernahmestation und der RVAD. Der Clou der neuen Anlage ist das komfortable Handling bei der Übernahme von Flüssigabfällen: Über eine Treppe erreichen die Mitarbeiter die Arbeitsbühne, die Plattform stellt sich stufenlos auf die Höhe des darunter geparkten Containers ein, und die mobile Rohrleitung wird hydraulisch bewegt und kann deshalb quasi mit dem kleinen Finger geführt werden.

Die neue Entnahmestation ist Teil des Projekts „Cube“. Die Abkürzung steht für „Currenta unterstützt Bayer Crop Science-Erweiterung“. Dabei verstärkt der Chempark-Betreiber seine Infrastruktur in den Bereichen Kühl- und Abwasser, Energie, Kälte sowie Entsorgung, um das Wachstum der Pflanzenschutz- und Saatgut-Division von Bayer am Standort Dormagen zu begleiten. Insgesamt investiert Currenta über mehrere Jahre rund 70 Millionen Euro in das Projekt.

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