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Demonstrationsanlage

Erfolgreicher Start der vorkommerziellen Produktion von Isobuten aus Weizenstroh

| Redakteur: Alexander Stark

Global Bioenergies wurde 2008 mit dem Ziel gegründet, einen Prozess zu entwickeln, der nachwachsende Rohstoffe (Zucker, Pflanzen, land- und forstwirtschaftliche Abfälle) in Isobuten umwandelt.
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Global Bioenergies wurde 2008 mit dem Ziel gegründet, einen Prozess zu entwickeln, der nachwachsende Rohstoffe (Zucker, Pflanzen, land- und forstwirtschaftliche Abfälle) in Isobuten umwandelt. (Bild: Global Bioenergies)

Global Bioenergies hat in der Demonstrationsanlage in Leuna mit der initialen Verarbeitung von Weizenstrohhydrolysat begonnen, das der Partner Clariant zur Verfügung stellt. Das Unternehmen produziert erstmals zellulosisches Isobuten in diesem Umfang.

Evry/Frankreich – Die ersten Anlagenläufe der Demonstrationsanlage waren Teil von Optisochem, einem Projekt, das im Juni 2017 begann und vom Bio Based Industry Joint Undertaking (BBI-JU) im Rahmen des H2020-Programms mit 9,8 Millionen Euro gefördert wurde.

Ziel des Projekts ist es, eine neue Wertschöpfungskette zu veranschaulichen, die den Bio-Isobuten-Prozess von Global Bioenergies mit den von Clariant und Ineos entwickelten Technologien kombiniert: Aktuell wenig genutztes Weizenstroh wurde im Demo-Maßstab in erneuerbares Bio-Isobuten der zweiten Generation umgewandelt und wird später zu Oligomeren und Polymeren verarbeitet, die in Schmierstoffen, Kautschuken, Kosmetika, Lösungsmitteln, Kunststoffen oder Kraftstoffen eingesetzt werden können.

Die FuE-Kooperation läuft bis Mai 2021. Im Mittelpunkt des Projekts steht die Demonstration einer neuen Wertschöpfungskette, die auf der Kombination von Technologien und Know-how der Teilnehmer aus vier EU-Mitgliedstaaten basiert:

  • Umwandlung von Stroh in glukose- und xylosereichere Hydrolysate durch Clariant Sun-Liquid-Technologie (Deutschland),
  • Fermentation der Strohhydrolysate zu Bioisobuten durch Global Bioenergies (Frankreich und Deutschland),
  • Umwandlung von Bioisobuten in Oligomere und Polymere durch Ineos (Deutschland und Frankreich),
  • Vorplanung einer Hydrolysat-to-Isobuten-Anlage und Gesamtintegration mit einer Stroh-to-Hydrolysat-Anlage durch Technip FMC und IPSB (Frankreich), und
  • Bewertung der Nachhaltigkeit und des Umweltnutzens durch das Energieinstitut an der JKU Linz (Österreich).

Die BBI-JU, eine öffentlich-private Partnerschaft zwischen der Europäischen Union und dem Bio-Industries Consortium (BIC), widmet sich der Realisierung des europäischen bioökonomischen Potenzials, der Umwandlung biologischer Rückstände und Abfälle in umweltfreundlichere Alltagsprodukte durch innovative Technologien und Bioraffinerien, die das Herzstück der Bio-Wirtschaft werden sollen.

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