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Kompressorsysteme Einfaches Automatisierungskonzept senkt Betriebskosten einer Druckluftanlage

Autor / Redakteur: Axel Guske / Frank Fladerer

Mit einfachen Mitteln lassen sich Energieeffizienz und Komfort bei Druckluftanlagen miteinander verbinden. Die nachfolgend beschriebene Anwendung zeigt, wie Energie und Druckluft mit kostengünstigen und handelsüblichen Komponenten eingespart werden können. Komponenten wie ein motorbetätigter Kugelhahn oder eine Wochenschaltuhr können bereits ausreichen, um die Energieeffizienz zu erhöhen.

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Bild 5: Eine Kompressor-Einschaltsteuerung aus einer Wochenschaltuhr und einem motorbetätigten Kugelhahn sorgt dafür, dass im Labor jederzeit Druckluft zur Verfügung steht, ohne den Energieverbrauch unnötig zu erhöhen. Bilder: GEK Kompressortechnik
Bild 5: Eine Kompressor-Einschaltsteuerung aus einer Wochenschaltuhr und einem motorbetätigten Kugelhahn sorgt dafür, dass im Labor jederzeit Druckluft zur Verfügung steht, ohne den Energieverbrauch unnötig zu erhöhen. Bilder: GEK Kompressortechnik
( Archiv: Vogel Business Media )

Ausgangslage: Ein kleinerer, öleinspritzgekühlter Schraubenkompressor versorgt bei einem Produzenten von mineralischen Rohstoffen das Zentrallabor mit Druckluft (Bild 1). Das Unternehmen Quarzwerke GmbH in Frechen, ein bedeutender Produzent von mineralischen Rohstoffen, gewinnt Industriemineralien, bereitet diese auf und veredelt sie. Insbesondere Quarz, Kaolin, Feldspat, Wollastonit und Glimmer.

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Qualität der Druckluft wichtig

Auf zahlreichen Anwendungsgebieten liefern die Rohstoffe einen wertvollen Beitrag. Eingesetzt werden diese insbesondere in der Papier-, Glas-, Gießerei-, Keramik-, Kunststoff- und der Gummi-Industrie sowie in Farben, Lacken und bauchemischen Produkten. Außer einer energieeffizienten Aufbereitungstechnik ist daher auch eine intensive Qualitätskontrolle notwendig.

Die Sicherstellung der vom Kunden geforderten Qualität erfordert Kontrollen und Untersuchungen, die manchmal rund um die Uhr laufen müssen. Für diese Prozesse ist die Druckluft im Zentrallabor ein unverzichtbarer Bestandteil.

Druckluft wird im Labor, insbesondere bei längeren Untersuchungen, auch über das Wochenende benötigt. Wochentags wird die Druckluft aus der Produktion, die in einem benachbarten Werksteil angesiedelt ist, bezogen. Durch eine unterirdische Rohrleitung gelangt die Werksdruckluft, entsprechend den Produktionserfordernissen aufbereitet, in das Laborgebäude.

Alle Schraubenkompressoren in einem Raum untergebracht

In der Produktion sind drei unterschiedlich große öleinspritzgekühlte Schraubenkompressoren im Einsatz. Außer einem drehzahlgeregelten Atlas-Copco-Kompressor werden auch zwei hocheffiziente direktgekuppelte Schraubenkompressoren von Kaeser verwendet. Alle Verdichter sind in einem zentralen Kompressorraum untergebracht.

Für eine weitere Energieeinsparung sorgt eine übergeordnete Steuerung. Die Kompressoren sind über ein Bussystem mit dem Airleader-Master verknüpft und werden so bedarfsgerecht eingesetzt. Der Airleader überwacht auch noch den Drucktaupunkt des Kältetrockners und misst mit einem separaten Flowsensor ständig den Druckluftverbrauch der Produktion.

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