Suchen

Anschlüsse & Armaturen

EHEDG, GMP und Co: So klappt es mit dem Anschluss

| Redakteur: Dominik Stephan

Die Vielfalt an möglichen und obligatorischen Zertifizierungen sowie umzusetzenden Richtlinien, Verordnungen, Normen und Standards für Produktionsmaschinen in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie ist groß. Jede einzelne davon wirkt sich unmittelbar auf die Produktionsmaschine aus.

Firmen zum Thema

Mögliche Zertifizierungen, Richtlinien, Normen und Standards für eine Produktionsmaschine
Mögliche Zertifizierungen, Richtlinien, Normen und Standards für eine Produktionsmaschine
(Bild: Eisele)

Eine wichtige Rolle im Hinblick auf Hygiene und Produktsicherheit spielen dabei werkstoffliche und geometrische Anforderungen. Vorgaben zur Gestaltung der Zubehörteile, Anlagen und Maschinen sind über Richtlinien wie die GMP oder den Abschnitt „Building and Equipment“ des Code of Federal Regulations (CFR) gegeben. Darüber hinaus beinhaltet der CFR eine Zusammenstellung von Stoffen, die die FDA als unbedenklich anerkannt hat.

Innerhalb der USA gibt es eine Vielzahl an Normen und Standards, die für ein Produkt angestrebt werden können. Die beiden im Markt bekanntesten und vermutlich auch bedeutendsten Regelwerke sind die cGMP und die Anforderungen der FDA. Darüber hinaus gibt es die Standards der National Sanitation Foundation (NSF), der 3-A Sanitary Standards, Inc. (3-A SSI) und der USP - U.S. Pharmacopeial Convention. Auch innerhalb der EU und in Deutschland gelten bekanntlich spezielle Voraussetzungen für den Einsatz von Produkten in der Nahrungsmittel- und Pharmaindustrie, wie die EHEDG oder die Vorschriften der DIN oder des Bundesinstitut für Risikobewertung BfR.

Eisele beschäftigt sich seit Jahren mit der Entwicklung von Ganzmetallanschlüssen. Um die wachsende Nachfrage nach hygienischen und leicht zu reinigenden Komponenten zu bedienen, entwickelte die Firma einen komplett nach Hygienic Design-Kriterien konstruierten Schlauchanschluss für die Lebensmittel- und Pharmaindustrie, der für Druckluft, Vakuum und Gase genutzt werden kann. Die Entwicklung sollte für den US-amerikanischen Markt ebenso geeignet sein wie für den europäischen. Aus diesem Grund wurden die Schnittmengen der geltenden Vorschriften und die zu erfüllenden Bedingungen evaluiert. Zwar gibt es auf dem Markt bereits eine Reihe hygienegerechter Lösungen für die Durchführung von Kabeln durch Schaltschrankwände und Maschineneinhausungen, sucht man allerdings nach einem Schlauchanschluss für die Druckluftversorgung und der dazu passenden Verteilerlösung in konsequentem Hygienic Design, ist das Angebot gering, erklärt der Hersteller. Eisele widmete daher der Entwicklung eines Schlauchanschlusses, der aus Haltbarkeits- und Hygienegründen bis auf die Dichtungen komplett aus Metall gestaltet werden sollte. Da der Anschluss insbesondere auch auf dem US-Markt etabliert werden soll, legten die Eisele-Konstrukteure Wert darauf, dass er die Kriterien der EHEDG und der amerikanischen FDA gleichermaßen erfüllt.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 45319611)