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Gemeinsames Positionspapier DWV, VDMA und VKU: „Wasserstoff braucht marktgetriebene Regeln“

| Redakteur: Alexander Stark

Wasserstoff ist zur Erreichung der Klimaneutralität ein zentraler Schlüssel und die deutsche Industrie will hier eine globale Vorreiterrolle einnehmen. In einem gemeinsamen Papier fordern die Verbände DWV, VDMA und VKU die Politik auf, regulatorische Hürden abzubauen, die rechtlichen Rahmenbedingungen für einen internationalen Wasserstoffmarkt zu setzen und den Ausbau der Erneuerbaren Energien zu forcieren.

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In einem gemeinsamen Papier fordern die Verbände DWV, VDMA und VKU die Politik auf, die rechtlichen Rahmenbedingungen für einen internationalen Wasserstoffmarkt zu setzen.
In einem gemeinsamen Papier fordern die Verbände DWV, VDMA und VKU die Politik auf, die rechtlichen Rahmenbedingungen für einen internationalen Wasserstoffmarkt zu setzen.
(Bild: TOTAL Wasserstoff-tankstelle 703 bar bei Karlsruhe / Dr. Artur Braun / CC BY-SA 4.0 / CC BY-SA 4.0 )

Frankfurt am Main – Um den Klimawandel erfolgreich zu bekämpfen, braucht es nach Ansicht der Verbände DWV, VDMA und VKU Power-to-X-Technologien (P2X), also die Umwandlung von grünem Strom in andere Energieträger. Eine international wettbewerbsfähige und industrialisierte Power-to-X-Produktion in Deutschland sei erreichbar. Die Politik müsse die notwendigen Rahmenbedingungen für einen marktgetriebenen Hochlauf nun umsetzen, fordern die Verbände in einem gemeinsamen Positionspapier. Die Technologien zur Herstellung von grünem Wasserstoff seien ausgereift. Aus technischer Sicht könnten die Anlagenbauer bei richtig gesetzten Rahmenbedingungen schon heute 1 GW Elektrolyseleistung pro Jahr bereitstellen.

Zwei zentrale Hemmnisse gebe es hinsichtlich eines Einstiegs in die Wasserstoffwirtschaft, ist im Positionspapier zu lesen. Zum einen der Ausbau der Erneuerbaren Energien, der mit Blick auf den steigenden Strombedarf für die schwer zu defossilisierenden Sektoren notwendig sein wird. Zum anderen gelte es nun, ein Marktdesign für den Einstieg in die Wasserstoffwirtschaft zu schaffen. Hierzu gehört, die Erneuerbare-Energien-Richtlinie II (Renewable Energies Directive oder RED II) schnell und ambitioniert in nationales Recht umzusetzen und eine Diskriminierung oder einen Ausschluss einzelner Sektoren bei der Nutzung von Wasserstoff und Power-to-X-Technologien zu vermeiden. Der Heimatmarkt müsse schnell entwickelt und die internationale Zusammenarbeit weiter gestärkt werden, damit die Technologieführerschaft in Exporterfolge münden können. Auch im Rahmen der in Kürze anstehenden deutschen EU-Ratspräsidentschaft sollte die Regierung das Thema weiter vorantreiben, fordern die Verbände.

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