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Druck-Messumformer Druck-Messumformer mit Multisensortechnologie messen Durchfluss und Füllstand

Autor / Redakteur: Günther Denecke / Dr. Jörg Kempf

Aus vier mach eins: Multivariable Druck-Messumformer sind durch ihre Multisensorfunktion in der Lage, drei herkömmliche Messumformer und ein Rechengerät zur Zustandskorrektur bei Durchfluss- und Füllstandmessungen zu ersetzen. Dadurch kann der Anwender die Kosten für seine Messstelle deutlich senken, während gleichzeitig Messgenauigkeit, Sicherheit und Verfügbarkeit steigen.

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Durch Einsatz des multivariablen Druck-Messumformers kann der Anwender die Kosten für seine Messstelle deutlich senken.
Durch Einsatz des multivariablen Druck-Messumformers kann der Anwender die Kosten für seine Messstelle deutlich senken.
(Bild: ABB)

Ein weites Anwendungsfeld für Differenzdruck-Messumformer ist die Durchflussmessung nach dem Wirkdruckverfahren und die hydrostatische Füllstandmessung an flüssigkeitsgefüllten Behältern. Diese Verfahren haben sich in unzähligen Anwendungen seit vielen Jahren bewährt und zeichnen sich durch Zuverlässigkeit und Vielseitigkeit aus. Geht es bei der Durchflussmessung um hohe Drücke und/oder Temperaturen oder große Rohrleitungsnennweiten, sind Differenzdruck-Messumformer die kostengünstigste Alternative.

Ähnlich ist es bei der hydrostatischen Füllstandmessung. Differenzdruck-Messumformer sind nicht nur einfach zu montieren. Sie sind auch für große Druck- und Temperaturbereiche ausgelegt und können deshalb ohne zusätzliche Vorkehrungen selbst unter schwierigen Bedingungen eingesetzt werden. Die messstoffberührten Teile können bei moderaten Zusatzaufwendungen in nahezu beliebiger Korrosionsbeständigkeit geliefert werden. Die Geräte benötigen zudem kaum Wartung, was die Kosten für die Messstelle gering hält.

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Bei beiden Anwendungen führt allerdings eine Änderung der Dichte des Messstoffs zu einem verfälschten Messergebnis. Deshalb kann es – abhängig von den Betriebsbedingungen – sinnvoll sein, zusätzlich zum Differenzdruck auch den Prozessdruck und die Prozesstemperatur zu messen, dementsprechend die Dichteänderungen des Messstoffs zu korrigieren und somit die Genauigkeit des Messergebnisses deutlich zu steigern.

Multivariable Messumformer sind des Rätsels Lösung

Wird der Messaufbau kompliziert, wenn diese Parameter zusätzlich erfasst werden sollen? Das muss nicht sein! Des Rätsels Lösung sind multivariable Messumformer. Durch ausgereifte Multisensortechnik messen diese Geräte drei Prozesswerte: den Differenzdruck, den Prozessdruck und – wenn ein externer Sensor angeschlossen ist – die Prozesstemperatur. Mit solch einem multivariablen Messumformer bleibt der einfache Aufbau der Messstellen für Durchfluss- bzw. Füllstandmessung mit Differenzdruck-Messumformern auch dann erhalten, wenn die Anwendung zur Erzielung höherer Genauigkeiten die Messung weiterer Prozessparameter erfordert.

Der Einsatz eines Messumformers statt drei bringt eine Reihe von Vorteilen mit sich: einen einfachen Aufbau sowie eine verringerte Anzahl benötigter Absperrarmaturen, Prozessanschlüsse, elektrischer Anschlüsse sowie I/O-Module für die Übergabe der Messwerte in das System. Damit sind 30 bis 40 % Kostenersparnis gegenüber herkömmlich instrumentierten Messstellen möglich.

Warum nicht nur die Kosten, sondern auch die erhöhte Messgenauigkeit und Verfügbarkeit für einen multivariablen Messumformer sprechen, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

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