Druck-Messumformer

Druck-Messumformer mit Multisensortechnologie messen Durchfluss und Füllstand

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Doch nicht nur die Kosten, sondern auch die erhöhte Messgenauigkeit sprechen dafür, einen multivariablen Messumformer einzusetzen. Wenn die Erfassung und vollständige Verarbeitung aller Parameter von einem Gerät übernommen wird, entfallen mehrfache Signalkonvertierungen von digital nach analog und umgekehrt, die bei der Signalübertragung zwischen Geräten, z.B. vom Messumformer zum Flow-Computer, notwendig sind und zu unnötigen Genauigkeitsverlusten führen können.

Multivariable Messumformer steigern nicht nur die Genauigkeit bei niedrigen Kosten, sondern erhöhen gleichzeitig auch die Verfügbarkeit der Messstelle. Ein multivariabler Messumformer hat eine signifikant geringere Ausfallwahrscheinlichkeit als drei Messumformer, die andernfalls benötigt würden, um alle relevanten Prozessparameter zu messen.

Häufige Anwendungen multivariabler Messumformer

Die häufigste Anwendung multivariabler Messumformer ist die Durchflussmessung von Dampf und Gas, weil bei diesen Stoffen der Einfluss sich ändernder Temperaturen und Drücke am größten ist. Aber auch bei der Messung von Flüssigkeiten, deren druckabhängige Dichteänderung bei heute üblichen Prozessdrücken vernachlässigt werden kann, spielen multivariable Messumformer ihre Stärken aus. Durch eine dynamische Zustandskorrektur, die nicht nur Veränderungen der Dichte, sondern auch veränderliche Durchflussparameter wie Durchflusskoeffizient, Reynoldszahl sowie Rohr- und Blendendurchmesser berücksichtigt, wird auch hier die Genauigkeit erheblich verbessert.

Ähnlich verhält es sich mit der Füllstandmessung. Flüssigkeiten verändern ihre Dichte um 1 bis 2 % pro 20 °K Temperaturänderung und verfälschen das Messergebnis um diesen Betrag. Der multivariable Messumformer kompensiert diese Dichteänderungen vollständig.

ABB bietet mit der Reihe 266 einen multivariablen Messumformer der neuen Generation. Die Geräte der Reihe 266J erfassen die Messwerte, bereiten diese auf und geben sie aus. Die Reihe 266C ermöglicht zusätzlich eine Dichtekorrektur und ersetzt damit drei Messumformer und einen Flow-Computer. Bei Verwendung als Durchfluss-Messumformer liefert die Reihe 266C zusätzlich zu den drei Prozessparametern den Masse- oder Normvolumenstrom des Fluids. Ein Binärausgang ermöglicht es, auch externe Zähler anzusteuern.

Die neue Generation kann auch zur Füllstandmessung eingesetzt werden und gibt dann den Flüssigkeitsfüllstand aus, sowie wahlweise auch das Volumen oder die Masse der Flüssigkeit im Behälter. Neu sind ebenfalls die verschiedenen Konfigurationsmöglichkeiten: über Device Type Manager, Handheld-Gerät oder direkt am Display durch den Gehäusedeckel hindurch (TTG = Through The Glass). Gerade bei Outdoor-Anwendungen trägt diese Option zur Betriebssicherheit der Messumformer bei, da schädliche Atmosphäre nicht ins Gerät eindringen kann.

Umfangreichen Diagnosefunktionen

Die umfangreichen Diagnosefunktionen der multivariablen Messumformer 266C und 266J erhöhen die Betriebssicherheit und reduzieren die Service-Kosten erheblich. Beispielsweise überwacht der Messumformer die Leitungen zum angeschlossenen Temperatursensor und den Sensor selbst, kann aber auch die Wirkdruckleitungen zum Prozess mit der Funktion PILD (Plugged Impulse Line Detection) auf beginnende Verstopfung überwachen und so eine vorbeugende Wartung anfordern, bevor es zu einem Ausfall der Messstelle kommt.

Praxisbeispiele finden Sie auf den folgenden Seiten. So auf der nächsten Seite die Normvolumenstrom-Messung von Erdgas.

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