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Zwei Millionen Euro hat sich die Firma die intelligente Fabrik auf 2000 m² kosten lassen – ein großer Teil dieser Summe wurde für Ausrüstung wie 3D-Druck, Magnetisier- und Beschichtungsanlagen ausgegeben, erklärt Meier. Immerhin sei bei einem so besonderen Produkt wie dem HST das Fertigungswissen entscheidend, wie der Geschäftsführer des Bielefelder Unternehmens (der Boge gerne als „Best Of German Engineering“ buchstabiert sieht) erklärt.
Das Werkzeug denkt mit
Jetzt fertigen etwa 20 Mitarbeiter in der smarten Fabrik Frequenzumrichter und Rotoren, beschichten Bauteile oder montieren komplette Kompressorbaugruppen – immer unterstützt durch die clevere und vernetzte Prozessführung. So wissen smarte Drehmomentschlüssel mit WLAN-Zugang beispielsweise selbst, welches Drehmoment gefordert ist, und stellen sich eigenständig ein.
Comvac 2017
Kompressor 4.0: Die Druckluft-Top-Trends der Comvac 2017
Digitale Assistenzsysteme zeigen den Monteuren bei komplexen Arbeitsschritten, welche Werkzeuge und Bauteile sie einsetzen müssen. Und dank individueller Kennzeichnung der einzelnen Komponenten ist vollständige Rückverfolgbarkeit gegeben. Eine Andon-Tafel informiert jederzeit über den aktuellen Status der Fertigungslinien.
Was gab es 2017 auf der HMI Neues in Sachen Druckluft? Unser Comvac-Übersichtsartikel verrät es Ihnen!
Vernetzt in die Zukunft
Mensch, Maschine und Bauteil sollen miteinander kommunizieren, zusammenarbeiten und sogar voneinander lernen, erklärt Meier. So projiziert der smarte Arbeitsplatz nicht nur Anleitungen und Teilelisten auf die Werkbank des Monteurs, sondern passt sich auch nach und nach dessen Kenntnisstand an. Immer nur die Informationen die wirklich wichtig sind – und garantiert nichts vergessen.
So will Boge mit der intelligenten Fabrik den Fehlerteufel endgültig exorzieren. Das Vorbild dieser Produktion der Zukunft entstand unweit: Die Smart Factory OWL. Diese Forschungs- und Demonstrationsfabrik in Lemgo entstand auf Initiative der Fraunhofer-Gesellschaft und der Hochschule Ostwestfalen-Lippe, um neue Industrie-4.0-Technologien wissenschaftlich zu begleiten, praktisch zu erproben und für KMU erfahrbar zu machen.
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