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Unternehmensfusion

Dow bekommt grünes Licht für Fusion mit Olin

| Redakteur: Jörg Kempf

Dow Chemical wird einen Anteil seiner Chlor- und Wertkette mit Olin zusammenführen, um durch eine spezielle Steuerkonstruktion Geld in Milliardenhöhe zu sparen.

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Dow-Chef Andrew M. Liveris freut sich über den erreichten „Meilenstein“.
Dow-Chef Andrew M. Liveris freut sich über den erreichten „Meilenstein“.
(Bild: Dow)

Midland, Michigan/USA – Nach der Freigabe durch die amerikanische Steuerbehörde Internal Revenue Service (IRS) wird Dow seine Abteilungen U.S. Gulf Coast Chlor-Alkali and Vinyl, Global Chlorinated Organics sowie Global Epoxy trennen und zwecks einer speziellen Steuerkonstruktion (Reverse Morris Trust Transaction) mit der Olin Corporation zusammenführen.

Infolge der Fusion erhalten die Dow-Aktionäre mindestens die Mehrheit der Anteile von Olin, während die Olin-Aktionäre die restlichen Anteile besitzen sollen. Diese Konstruktion hat eine steuereffiziente Betrachtung von fünf Milliarden Dollar, außerdem einen zu versteuernden Äquivalenzwert von acht Milliarden Dollar für Dow- und Olin-Aktionäre.

Olin-Chef Joseph D. Rupp Olin freut sich: „Wir nähern uns immer weiter unserer Vision, eines Tages der weltweit führende Anbieter von preiswertem Chlor-Alkali und Folgeprodukten zu werden“. Der Vorsitzende und Hauptgeschäftsführer von Dow, Andrew M. Liveris äußert sich ähnlich zuversichtlich: „Es freut uns, dass diese strategisch bedeutende Transaktion zeitlich planmäßig verläuft“, und weiter: „Dieser Meilenstein unterstreicht unsere Fähigkeit, für diese bahnbrechende Transaktion eine Steuereffizienz zu erreichen, [...] und wird die Transformation von Dows Portfolio voranbringen “.

Ende März dieses Jahres hatten beide Unternehmen bereits einen Vertrag zur Transaktion unterzeichnet. Der nächste Schritt zum erfolgreichen Abschluss der Firmenübernahme ist die Absegnung der Transaktion durch die Olin-Aktionäre. Es wird erwartet, dass die Transaktion bis Ende 2015 abgeschlossen sein wird. Dies hängt von der Erfüllung der Customary Closing Conditions durch die Unternehmen ab, jedoch wurden alle erforderlichen Kartell-regulatorischen Genehmigungen für die Fusion bereits erteilt.

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