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Dosierpumpen im Kühlturm

Dosieren in der Hauptrolle: So bleibt der Kühlturm keimfrei und leistungsfähig

| Autor/ Redakteur: Michael Birmelin* / Dominik Stephan

Kampf dem Biofilm: So lässt sich die schleichende Verschmutzung von Nasskühltürmen durch gezielte Zugabe von Oxidationsmitteln oder Bioziden eindämmen. Bei der Kühlwasseraufbereitung spielt das Dosieren eine Haupttrolle.

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Großer Auftritt: Kühlwasseraufbereitung mit Chlordioxid und Dosieren von Korrosionsinhibitoren, Biozid und Anti-Scaling. Zur Ozon-Behandlung kommt die Ozonfit zum Einsatz.
Großer Auftritt: Kühlwasseraufbereitung mit Chlordioxid und Dosieren von Korrosionsinhibitoren, Biozid und Anti-Scaling. Zur Ozon-Behandlung kommt die Ozonfit zum Einsatz.
(Bild: Prominent; © ecco- stock.adobe.com)

Ganze 20 Milliarden Kubikmeter werden in der deutschen Industrie eingesetzt. Das reicht fast, um den Bodensee zur Hälfte zu füllen. Entsprechend sorgsam muss mit dem kühlen Nass umgegangen werden. Dabei kommen meist Nasskühltürme zum Einsatz. Doch durch Ablagerungen und mikrobiologischem Bewuchs kann der Wirkungsgrad um mehr als 40 Prozent sinken. Werden Komponenten des Kühlwasserkreislaufes mit einer optimalen Wasseraufbereitung vor Korrosion, Ablagerungen und biologischem Wachstum geschützt, könnten laut dem VDMA fünf Prozent der jährlichen Gesamtenergieerzeugung in Deutschland gespart werden.

Durch eine automatische Absalzung werden Verkrustung und Korrosion vermieden. Der aufkonzentrierte Sumpf wird mit Zusatzwasser ausgetauscht, das ebenfalls einer Aufbereitung unterliegt. Der Schutz der Anlagenteile, wie etwa der Wärmetauscher, Rohre und Armaturen, lässt sich durch die Behandlung des Kühlwassers mit Bioziden, Korrosionsinhibitoren, Stabilisatoren und Disperatoren realisieren. Das Kühlwasser wird durch „intelligentes“ Dosieren (smart dosing), also effizientes Zugeben von Chemikalien, aufbereitet.

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Der Heidelberger Hersteller Prominent entwickelte speziell für diesen Zweck das Mess- und Regelgerät Aegis II, das alle notwendigen Messparameter erfasst und alle Funktionen, die für einen einwandfreien Anlagenbetrieb notwendig sind, regelt. Hierbei misst und regelt es kontinuierlich die elektrolytische Leitfähigkeit zur Absalzungssteuerung und stellt fest, ob ausreichend Korrosionsinhibitor dosiert wurde. Gleichzeitig regelt das Gerät den pH-Wert sowie die Biozid-Konzentration.

Dosieren nach Maß

Zur Desinfektion von Kühlwasser werden oxidative Desinfektionsmittel wie organische Chlor-/Bromabspalter, Wasserstoffperoxid, Peressigsäure, Chlordioxid oder Ozon dem Kühlwasser bedarfsabhängig zudosiert. Besonders Ozon (das stärkste bekannte Oxidationsmittel) wird bei der Begrenzung des biologischen Wachstums schon im Spurenbereich wirksam. Entsprechend wurde zur Aufbereitung von Kühl- und Prozesswasser die leistungsstarke Ozonfilt OZVB konzipiert.

Die kompakten Anlagen erzeugen Ozon im Leistungsbereich bis 70 g/h aus Druckluft und bieten alles für einen sicheren und reibungslosen Betrieb. Die integrierte Luftaufbereitung ist als Druckwechseltrocknung ausgeführt und wird für eine hohe Betriebssicherheit kontinuierlich überwacht. Dadurch wird auch bei einer hohen Umgebungsluftfeuchte eine stabile Ozonerzeugung mit Ozonkonzentrationen bis 20g/Nm3 gewährleistet.

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Dominik Stephan

Dominik Stephan

Redakteur, PROCESS - Chemie | Pharma | Verfahrenstechnik