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Effizienzsteigerung

Digitalisierung als wesentlicher Treiber für Geschäftsprozessmanagement

| Redakteur: Tobias Hüser

Ein Roundtable von Bearing Point und BPM & O hat die enormen Optimierungsmöglichkeiten aufgedeckt, die Unternehmen umsetzen können, um Effizienzsteigerungen in ihren Geschäftsprozessen zu erzielen. Ganz entscheidend sind dabei die Digitalisierungsvorhaben der Unternehmen.

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Beim Aufbau einer zukunftsweisenden prozessorientierten Unternehmensführung spielt die Digitalisierung eine entscheidende Rolle.
Beim Aufbau einer zukunftsweisenden prozessorientierten Unternehmensführung spielt die Digitalisierung eine entscheidende Rolle.
(© Mimi Potter - Fotolia)

Düsseldorf – Mehr als 20 Führungskräfte aus der chemischen und pharmazeutischen Industrie diskutierten Ende September bei einem gemeinsam veranstalteten Roundtable der Management- und Technologieberatung Bearing Point und der Prozessmanagementberatung BPM & O über das Potenzial von Geschäftsprozessmanagement. Dabei waren sich die Teilnehmer einig, dass im Rahmen von Business Process Management die Harmonisierung und Optimierung von Geschäftsprozessen nach wie vor von hoher Bedeutung für die weitere Effizienzsteigerung in Unternehmen sind.

Auch das Ziel der zunehmenden Prozesstransparenz im Rahmen der regulatorischen Anforderungen und die Steigerung der Reaktionsfähigkeit und Flexibilisierung der Geschäftsprozesse können im digitalen Zeitalter nur durch professionelles Prozessmanagement in Unternehmen erreicht werden.

Komplexe IT-Landschaft erschwert Digitalisierung

Die zunehmende Digitalisierung eröffnet die Möglichkeit, Geschäftsprozesse schnell zu optimieren und zu harmonisieren. Allerdings herrscht bislang in vielen Unternehmen eine hohe Komplexität in der Prozess- und IT-Landschaft. Besonders die chargengeführte Industrie steht vor der Herausforderung, agiles Prozessmanagement professionell zu betreiben und mit passenden Softwarelösungen zu verbinden.

Neben der Reaktion auf steigende Marktanforderungen im Wettbewerb werden durch die prozessorientierte Betrachtung unternehmensweite Optimierungsmöglichkeiten strukturiert aufgedeckt, die im funktionalen Abteilungsdenken nicht sichtbar werden. In den letzten Jahren befassten sich viele Projekte der Prozessindustrie mit der Effizienzsteigerung und Flexibilisierung von Prozessen.

Wann die digitale Transformation gelingt

Dies kommt den Digitalisierungsvorhaben vieler Unternehmen entgegen: „Eine Organisation, in der die Verantwortung für abteilungsübergreifende Prozesse bereits eindeutig festgelegt und verankert wurde, ist viel eher dazu geeignet, die digitale Transformation zu unterstützen. Denn so kann das Unternehmen agiler auf neue Marktanforderungen reagieren“, erläutert Jens Raschke, Segmentleiter Chemicals, Life Sciences und Ressources der Unternehmensberatung Bearing Point.

Prozessvorhaben kommen zudem der Kundenorientierung zugute: „In der prozessorientierten Organisation führt eine konstruktive Reibung zwischen den Führungskräften der Funktionsbereiche und den Verantwortlichen für die bereichsübergreifenden Prozesse zu mehr Kundenorientierung“, meint Uwe Feddern, Geschäftsführer bei BPM & O.

Vom Produktionsbetrieb zum Handelsunternehmen

Van Hoang Nguyen, verantwortlicher Manager für Business Process Management bei Riemser Pharma, erläuterte in einem Vortrag, wie Geschäftsprozessmanagement die Transformation vom Produktionsbetrieb zum spezialisierten, internationalen Handelsunternehmen unterstützte. Demnach bedingten Strategiewechsel und organisatorische sowie strukturelle Veränderungen die Neuausrichtung von Prozesslandschaft und ERP-System des Spezialpharmazeutikaherstellers. „Seit der Neuausrichtung der Prozesslandschaft können wir viel schneller agieren und unsere Prozesse nachhaltig verfolgen. Damit haben wir auch den Grundstein für eine digitale Zukunft gelegt“, so Van Hoang Nguyen.

Armin Fiedler, Head of Process Management der Bayer Group, unterstrich in seinem Vortrag die Bedeutung der Zentralisierung von Unterstützungsprozessen: „Nach der Zuordnung klarer bereichsübergreifender Verantwortung sind die Prozesse schneller, effizienter und weniger komplex. Unser nächstes Ziel ist der Aufbau eines integrierten Management-Systems“, so Armin Fiedler.

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