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Explosionsgeschützte IP-Kommunikation Die Vorteile von Ethernet auch im Ex-Bereich nutzen

| Autor / Redakteur: André Fritsch* / Anke Geipel-Kern

Mit schneller Datenkommunikation und hohen Bandbreiten ebnet Industrial Ethernet auch in Chemie, Öl/Gas und Petrochemie den Weg zur Industrie 4.0. Aber wie sieht es in Zone 0, 1 oder 2 aus? Von A wie Antenne bis W wie WLAN: typische Probleme, die bei Ethernet-Installationen im Ex-Bereich auftauchen können und die passende Lösung dazu.

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Auch in Chemiebetrieben werden immer häufiger Ethernetkabel verlegt. Im Bild eine Raffinerie.
Auch in Chemiebetrieben werden immer häufiger Ethernetkabel verlegt. Im Bild eine Raffinerie.
(Bild: ©photollurg - stock.adobe.com)

Feldbus-Systeme wie Profibus DP oder Foundation Fieldbus H1 sind mittlerweile auch in explosionsgefährdeten Bereichen weit verbreitet. Im Kontext von Industrie 4.0 steht der Prozessindustrie mit der Ethernet-Vernetzung jetzt der nächste Technologiesprung ins Haus. Verschiedene Feldbus-Organisationen – darunter die Fieldcomm Group (FCG), die Odva und Profibus International (PI) – haben mit Hart/IP und FF HSE, Ethernet/IP und Profinet leistungsfähige Protokolle für Indus­trial Ethernet entwickelt.

Mit hohen Bandbreiten ermöglichen diese Systeme eine kollisionsfreie, deterministische Datenkommunikation, die aber über die Echtzeitfähigkeit hinaus noch mehr können müssen: Kabel, Steckverbinder, Switches und Medienkonverter müssen robuster ausgelegt sein, einen höheren IP-Schutz gewährleisten und sich in einem erweiterten Temperaturbereich einsetzen lassen. Um Industrial Ethernet bis in die Ex-Bereiche der Öl-, Gas-, Chemie-, Petrochemie- und Pharmaindustrie verfügbar zu machen, bedarf es deshalb geeigneter Schutzkonzepte, die sicher, funktional und wirtschaftlich implementiert werden können.