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Eine Marke der PROCESS Gruppe

Formulierung und Abfüllung von Stickpack-Produkten

Die große Welt der kleinen Beutel

| Autor: Manja Wühr

Unterwegs schnell ein Tütchen aufreißen und die Erkältungsmedizin schlucken – ohne Wasser und ohne Probleme. Stickpack-Produkte machen Patienten Medikamente zugänglich, die sie bisher nicht oder nur eingeschränkt nutzen konnten. Am Standort Schorndorf hat Catalent in den letzten Jahren Entwicklungs- und Produktionskapazitäten aufgebaut.

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Stickpack-Abfüllung am Entwicklungs- und Produktions­standort von Catalent in Schorndorf
Stickpack-Abfüllung am Entwicklungs- und Produktions­standort von Catalent in Schorndorf
(Bild: Catalent; ©ecco - stock.adobe.com; [M]GötzelHorn)

Mit einem leisen Zischen fallen kleine Beutelchen auf ein Förderband – eins, zwei, drei. Ihr Weg endet etwa einen Meter weiter in einem kleinen Container. Neugierig entnehmen die Fachjournalisten kleine, durchsichtige Stickpacks, in denen Zuckerkügelchen rascheln. Es ist der finale Höhepunkt der Produktionsführung durch den Entwicklungs- und Produktionsstandort von Catalent in Schorndorf. Hier im Raum P40 steht mit der SB51/2L eine von acht Stickpack-Abfüllanlagen. Auf dem zweibahnigen System können zwei Produktionsbahnen gleichzeitig laufen.

„Im letzten Jahr haben wir hier in Schorndorf etwa 20 Millionen Stickpacks hergestellt“, berichtet Dr. Uwe Hanenberg, Leiter der Produktentwicklung. Dank Ausbau der Produktionsanlagen konnte die Produktionskapazität fast verdreifacht werden – auf 57 Millionen Stickpacks. Nicht ohne Grund: Bereits vier Stickpack-Produkte hat Catalent zur Marktreife geführt. Vier weitere befinden sich in der Zulassung. Als Dienstleister für die Pharma- und Biotechnologiebranche unterstützt Catalent bei der Wirkstoffentwicklung, bei der Suche nach der optimalen Formulierung sowie bei der Produktion und Auslieferung. Schon frühzeitig hat das Unternehmen erkannt, welche große Bedeutung den kleinen oder auch etwas größeren Beuteln zukommen wird. „Wir sehen den Trend bestätigt“, bekräftigt Dr. Hanenberg und verweist auf acht vorliegende Anfragen.

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Doch was macht die Stickpacks so attraktiv? Für Patienten ist die Sache schnell geklärt. Mit einem Stickpack erhält er eine portionierte, sicher verpackte Dosis, die er bequem ohne weitere Hilfsmittel, wie einem Schluck Wasser, zu sich nehmen kann. Um auch Pharmaunternehmen die Vorteile der Stickpack-Technologie zu verdeutlichen, hat Catalent seine Kompetenzen in der Entwicklung der Formulierung und Abfüllung unter der Dienstleistungsmarke Flex Dose gebündelt.

Wenn es um die Entwicklung der Formulierung geht, haben die Mitarbeiter um Dr. Hanenberg langjährige Erfahrung mit der kontrollierten Wirkstofffreisetzung. Möglich ist eine verzögerte Freisetzung, eine pH-Wert abhängige Freisetzung oder auch eine Freisetzung in Schüben. Zudem bestehen verschiedene Möglichkeiten der Geschmacksmaskierung.

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Manja Wühr

Manja Wühr

Redakteurin