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Erste Pilotanlagen
Für Wago bestätigen sich damit die Annahmen, die das Mindener Unternehmen zum Start der Entwicklungsbemühungen getroffen hatte. Nämlich die, dass der Bedarf an modularen Anlagenkonzepten weiter wachsen wird und es darum einer neuen und einfachen Automatisierungsarchitektur bedarf.
Was Wago als unbeschriebenes Blatt in der Prozessindustrie ebenfalls bewiesen hat: dass es auch im Schatten großer Unternehmen möglich ist, eine Methodik zu entwickeln, die den Bedürfnissen der Kunden in besonderem Maße entspricht – und genau aus diesem Grund das Potenzial hat, sich am Markt durchzusetzen. Nach Dima sollte es sich sowohl für Anwender als auch Systemintegratoren lohnen, über Wago nachzudenken, wenn es darum geht, eine wandlungsfähige und einfache Automatisierungslösung zu finden.
Für die Mindener enden die Arbeiten an Dima mit der gemeinschaftlichen Präsentation auf der Namur-Hauptsitzung im November 2016 darum nicht. Längst steht man mit ersten Interessenten in Kontakt, die bereits damit begonnen haben, die Dima-Methodik zusammen mit Wago in ersten Pilotanlagen prototypisch umzusetzen. Und auch im Rahmen dieser Arbeit orientiert sich Wago weiter an den konkreten Bedürfnissen der Kunden und Anwender – beispielsweise wenn es darum geht, das Engineeringtool e!Cockpit für den Benutzer möglichst einfach und bedienfreundlich weiterzuentwickeln.
Dass Wago vor allem auf Seiten der Hardware schon heute Automatisierungskomponenten anbietet, die optimal zur Dima-Methodik passen, steht für deren Väter außer Frage. Das I/O-Sytem 750 und der Feldbus-unabhängige PFC-Controller stehen der Dima-Methodik in Sachen Modularität und Skalierbarkeit ins nichts nach; viel mehr eignen sie sich im besonderem Maße dazu, diese umzusetzen. Das Wago-I/O-System 750 verfügt über mehr als 500 I/O-Module, 60 Steuerungen und 40 Feldbusankopplungen. Es verfügt damit nicht nur über unzählige Varianten, die sich modular und skalierbar anpassen lassen, sondern bietet überdies die Möglichkeit, so gut wie jedes Signal aus der Feldebene zu erfassen und weiter zu verwerten.
Schrittweise Modularisierung ohne Probleme
Mit Blick auf die Schnittstellen zu diversen Protokollen bietet das System neben Ethernet auch CAN, RS232/485 oder Profibus DP – damit ist auch die Integration in bestehende Anlagenstrukturen und damit die schrittweise Modularisierung von zunächst einzelnen Teilsystemen einer Anlage möglich.
Die Steuerungsplattformen PFC100 und PFC200 basieren auf dem Betriebssystem Linux. Das bietet deutliche Vorteile in Sachen IT-Sicherheit, weil Daten noch in der Steuerung mittels SSL/TLS 1.2 (Secure Sockets Layer/Transport Layer Security) verschlüsselt und dann via VPN (Virtual Private Network) übertragen werden. Der dazu erforderliche VPN-Tunnel wird über OpenVPN oder IPsec direkt aus der Steuerung PFC100/200 heraus aufgebaut. Dadurch müssen keine zusätzlichen VPN-Tunnel mittels Modem oder Router aufgebaut werden, und die Strecke zwischen Steuerung und Modem ist direkt mit verschlüsselt.
Das Betriebssystem Linux ermöglicht überdies sowohl die Anbindung aller standardisierten Kommunikationsprotokolle als auch innovativer Technologien, die sich derzeit im Zusammenhang mit Industrie 4.0 etablieren, beispielsweise OPC-UA, das als Kommunikationsprotokoll der Dima-Methodik genutzt wird.
Tipp der Redaktion: Erfahren Sie im Whitepaper und Webinar mehr zur DIMA-Methodik.
Modulare Automation
Dima ist auf dem Weg in die Umsetzung
* E. Banholzer ist Teamleiterin Fachpresse/Media, U. Hempen ist Leiter Market Management Industry & Process bei der Wago Kontakttechnik GmbH & Co. KG in Minden.
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